Neues Trainingsprogramm -Can Stop- statt Kiffen soll Abhängigen Kindern und Jugendlichen helfen
Cannabis ist die meist unterschätzte Droge derzeit. Man hört aus allen Ecken immer, "ach das bisschen Kiffen schadet doch niemanden". Dem ist aber nicht so. Psychologen warnen vor der Bagatellisierung dieses Problems.
Um dagegen zu wirken wurde ein neues Trainingsprogramm ins Leben gerufen.
"CAN STOP" statt Kiffen"
Dieses Programm der Universität in Rostock soll den Abhängigen helfen.
Warum wird diese Droge so unterschätzt? Sie suggeriert eine gewisse "Zusammengehörigkeit", wenn man sich gemeinsam "einen Joint dreht" und die "Tüte rumgehen lässt". Diese "Zweckgemeinschaft" schirmt sich "vom Rest der Welt" ab und sieht die anderen als Spießer und Langweiler an, um von der eigenen Abhängigkeit abzulenken. Dabei bemerken sie nicht, dass sie körperlich und psychisch abbauen und langsam und sicher in die totale Abhängigkeit geraten. Der eine ohne andere schafft es gerade noch, nicht weiter in den Drogensumpf abzusinken. Andere schaffen es nicht und landen bald beim braunen oder weißen Rausch. Deshalb wird Cannabisrauchen oder Kiffen auch als Einstiegsdroge bezeichnet.
Am meist gefährdetet sind Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. In dieser Zeit prägt sich die eigene Persönlichkeit und falsche Gruppenzwänge oder den Drang irgendwo dazugehören zu müssen, bringt viele Kids auf diesen Weg. Von "Ich will ja nur mal probieren" bis "was der oder die kann, kann ich schon lange" reichen die Ausreden.
Dabei bemerken sie meist nicht, dass fehlende Konzentration sich negativ auf die schulischen Leistungen auswirkt. Man hat "keinen Bock" sich anzustrengen, keine Lust seinem Sport nachzugehen. Rum- und abhängen mit den Kumpels wird wichtiger als Lernen für die Schule oder das regelmäßige Training in der Woche. Die Lehrstelle ist ebenso gefährdet, wie der mühsam "erkämpfte" Führerschein.
Hilfe für Kiffer
Das Trainingsprogramm soll den Abhängigen ihre Situation bewußt machen, in der sie sich befinden. In 8 Trainingseinheiten á 90 Minuten geht es nur rund um das Thema Cannabis. Wo und wie wirkt Cannabis? Was spricht für, was gegen das Kiffen? Will ich meinen Konsum reduzieren oder ganz mit dem Kiffen aufhören? Wie schaffe ich das? Welche Ressourcen und Kompetenzen habe ich dafür? "
Das Trainingsprogramm "CAN Stop" wurde gemeinsam mit dem Projektzentrum am Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg und der Universität Rostock entwickelt und vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.
Verwandte Beiträge:
Werbung
Werbung
