Ausrutscher von Klaus Wowereit
Nein, nein, keine Angst der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ist nicht auf den eisglatten Straßen der Bundeshauptstadt ausgerutscht.
Eher sind ihm Worte entglitten, die den Unmut vieler Menschen ausgelöst haben. Als ihm vorgeschlagen wurde, in Berlin das THW zur Bekämpfung der teilweise chaotischen Straßenverhältnisse einzusetzen, sagte er: "Wir sind hier nicht in Haiti, wir sind in Berlin."
Wenn vor meinem Erscheinen die Straßen unfallsicher hergerichtet werden würden, nachdem ich in einer warmen Limousine vorgefahren worden wäre, dann würde ich vielleicht auch denken, dass der Einsatz des THW maßlos überzogen ist.
So aber muss ich jeden Tag zu Fuß auf die Straße, treffe andere Menschen, die vorsichtig Schritt vor Schritt setzen, den Blick starr auf den Boden gerichtet. Ich habe Mitleid mit den Mitarbeitern von Stadtreinigung, Feuerwehr, Polizei, den Krankenhäusern und vielen mehr, die darunter zu leiden haben, dass Straßen und vor allem Gehwege nicht so gereinigt werden können, dass man gefahrlos unterwegs sein könnte.
Nicht nur alte Menschen sind es, die sich nicht mehr auf die Straßen trauen, aus Angst zu stürzen. Sicher, dieser Winter ist außergewöhnlich, aber eben das würde auch außergewöhnliche Maßnahmen erfordern, um allen Bürgern ein normales Leben zu ermöglichen.
Und ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass an diesen Zuständen nichts geändert wird!
Mein viel größeres Mitgefühl gilt aber den Menschen auf Haiti, die ganz sicher liebend gern mit unseren Problemen tauschen würden und diesen unglücklichen Vergleich sicher nicht verstehen könnten
Es grüßt
Uschi
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