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Hohe Haftstrafen im Brunner-Prozess

Am 12. September 2009 starb auf dem S-Bahnhof Solln in München der Geschäftsmann Dominik Brunner.
 
 
Er hatte eine Gruppe Jugendliche beschützen wollen, die von zwei anderen Jugendlichen bedroht und erpresst wurden.
 
Nachdem er noch in der S-Bahn den Notruf verständigt hatte, stieg er mit den jetzt Angeklagten aus. Während der darauf folgenden Auseinandersetzung hatte Dominik Brunner zuerst zugeschlagen. Das geschah aber aus Notwehr, um einen drohenden Angriff abzuwehren.
 
Der 50jährige wurde danach zusammengeschlagen und getreten. Während der heute 19jährige Markus S. weiter massiv auf den am Boden Liegenden eingetreten hat, hat wohl der damals 17jährige Sebastian L. versucht, einzuschreiten.
Dominik Brunner starb zwei Stunden später an dem durch die Schläge ausgelöstem Herzkammerflimmern. (Er war herzkrank, ohne jedoch davon zu wissen).

Von der Jugendkammer des Landgerichts München wurden hohe Haftstrafen verhängt:

Für Haupttäter Markus S. 9 Jahre und 10 Monate wegen Mordes und für Mittäter Sebastian L.7 Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge.
 
Dominik Brunner hat für seine Zivilcourage posthum das Bundesverdienstkreuz erhalten und zum Jahrestag seines Todes wird es Gedenkfeiern geben.


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