Das Supertalent 2011: “Tutnix” und ein Kugelblitz machen Stimmung
Das Supertalent vom 12.11.2011
In weißem Anzug, mit weißem Hut und mit Gesang kommt der 74jährige David zu Das Supertalent. Er ist in Hongkong zur Welt gekommen, ist sicher, dass niemand auf der Welt so singen kann wie er und sein Auftritt in die Musikgeschichte eingehen wird. Seit 10 Jahren, seitdem er auf Rente gehen „musste“ (meint er) singt der Hamburger. Auf der Bühne hüstelt er, meint er hat einen kleinen Frosch im Hals und „die Farbe bekommt mir nicht!“.
Mit „Midnight Lady“ und einem Texthänger bekommt er keinen Applaus. Motsi Mabuse fordert auf, sie möchte noch mehr hören, „Wir wollen alles hören!“ David legt klassisch nach und kurz nachdem er angefangen hat, buzzern Motsi Mabuse und Sylvie van der Vaart, während Dieter Bohlen abwartet, um dann zu urteilen, dass er seine Nummer nicht so gut gesungen fand, die zweite Nummer von Händel hat ihm ganz gut gefallen. Die Ladies sagen Nein und hier endet Das Supertalent für David.
Ella und Yuliya präsentieren eine Pole-Fitness-Show, sie sehen das mehr sportlich, erklärt Julia. Sie treten in einem Sexy Outfit auf, das durchaus die Augen der Männer leuchten lässt, ihre sportliche Leistung steht außer Frage. Für Motsi Mabuse sah das nach einer Mischung aus Akrobatik und Sport aus, es war eine gute Leistung, aber sie kann sich vorstellen, dass man das besser machen kann. Zu zweit an einer Stange, das hat man vorher noch nicht gesehen, meint Sylvie van der Vaart, sie sei aber vor Begeisterung nicht vom Hocker gefallen. Dieter Bohlen hat schon gewisse andere Assoziationen, bewundert aber vor allem, dass die 16jährige Ella diesen Sport erst seit sechs Monaten ausübt, er fand den Auftritt schön. Dennoch, auch hier ein Nein der Damen in der Jury. Das ist ein „epochales Problem“ in der Jury, bedauert Dieter Bohlen, denn dadurch hätte es jeder Auftritt, der sexy ist, schwerer.
„Frei improvisierte Musik“ ist das Talent des 56jährigen Roland. Er lässt sich treiben, erklärt er und das Ergebnis könnte jedes Mal anders ausfallen. Das Publikum wüsste nie, was auf es zukommt. Dieter Bohlen befürchtet, dass das meist in einer „Kackophonie“ endet. Roland hatte vorher das Jury-Urteil prophezeit: „Entweder sie sind fasziniert oder sie finden das den letzten Scheiß“. Mit Cello und stimmlichen Tonfolgen erreicht er ein schnelles Buzzern. Motsi findet Rolands Verhalten nicht fair, er hätte sie veräppelt. Und aufgefordert, die Ohren zu öffnen, um sie dann zu beschädigen. Sylvie van der Vaart erklärt, sie hat Kopfschmerzen und für Dieter Bohlen ist der Auftritt der Beweis, „dass komplettes Hirnversagen nicht zum Tod führt“. So etwas hätte kein Cello verdient. Dreimal Nein und Roland hatte anschließend den Eindruck, dass sein Auftritt nicht so gut ankam.
Seine Lehrerein ist nicht begeistert, wenn er während des Unterrichts singt, erzählt Elias und auch, dass er schon singt, seit er „ein kleines Baby“ ist. Die Eltern des 11jährigen sind überzeugt von seinem Talent, er ist schon auf einem Kreuzfahrtschiff aufgetreten, heute singt er für das Supertalent „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber.
Motsi Mabuse findet es tut sehr gut, jemanden zu sehen, der etwas kann. Etwas Außergewöhnliches für Sylvie van der Vaart, der Junge hat ihr Herz mit seiner Stimme berührt. Er hat ganz fantastisch gesungen, lobt Dieter Bohlen, er empfiehlt aber beim nächsten Mal etwas zu singen, was „breitenkompatibler“ sei. Elias kommt mit einem dreifachen Ja weiter.
Sie ist „Maria, das Medium“ und kann mit Menschen und Tieren telepathisch kommunizieren, außerdem könne sie Menschen zum Siegen veranlassen. Da ist sich Zorica sicher. Nachdem ihre Katze „einfach in Treppenhaus“ mit ein paar Monaten gestorben war, was nach ihren Aussagen von einer Tierärztin bescheinigt wurde, hatte Maria nach einem Ritual die Katze für eine Minute wieder ins Leben geholt. Erzählt sie. Dieter Bohlen selbst will so etwas nicht, sagt er, entweder ganz oder gar nicht, fordert er.
Heute will Maria mit der Jury in übersinnlichen Kontakt treten, hierfür zündet sie eine mitgebrachte Kerze an. Dieter Bohlen buzzert schon, nachdem Maria allen einen schönen Abend gewünscht hat. Maria will an Sylvie ihre übersinnlichen Kräfte testen und fordert sie auf, eine Stange zu verbiegen, was mit und ohne ihre Unterstützung gelingt. Was zeigt das? will Dieter Bohlen wissen. Doch nur das, dass Sylvie das allein konnte und mit Marias Hilfe nicht so gut, er buzzert für seine Kolleginnen. Jetzt ist Motsi an der Reihe, die mit Dieter Bohlen Seilziehen veranstalten soll, er gewinnt. Jetzt hilft Maria Motsi mental, Dieter Bohlen gewinnt….Maria will noch weiter machen, die Jury setzt dem ein Ende.
Mit „Tutnix“ kommt Markus zum Casting. Tutnix ist eine 5jährige Mischlingshündin, Herrchen mag gern ausgefallene Namen. Die beiden wollen Hunde-Frisbie zeigen. Tutnix fängt die Frisbie-Scheibe in allen Lagen, benutzt ihren Menschen als Sprungrampe, dreht sich im Sprung, während die Scheiben im Sekundentakt über die Bühne fliegen.
Süß, goldig und interessant fand Motsi den Auftritt, sieht Entwicklungs-Potential und möchte das wiedersehen. Sylvie hat schon oft Hundenummern gesehen, meint aber, dass es oft zu ist, dass nach jeder Hunde-Aktion den Tieren etwas in den Mund gesteckt werden muss, um sie weiter zu motivieren. Das war bei Tutnix nicht so und man hat gesehen, dass dem Hund das Ganze Spaß gemacht hat. Kompliment, Respekt ist vom Poptitan zu hören, der auch besonders hervorhebt, dass die Nummer Hund und Herrchen Spaß gemacht hat.
Er war schon einmal dabei, Rene aus der Schweiz, der im letzten Jahr sein Glück mit Ski-Ballett bei „Das Supertalent“ probiert hatte. Heute kommt er mit Schwanensee, plant schon jetzt seinen großen Aufstieg, auch mit Gesang. Was hat er im letzten Jahr gelernt? Dass es ohne Ski sicher besser aussieht, als mit. Heute ist sein Supertalent, Schwanensee zu tanzen, aber ohne Ballettschuhe, dafür mit Buhrufen und Pfiffen.
Für Motsi Mabuse ist es zunächst wichtig, zu erfahren, was Rene hinten in seiner Hose hat. Nein, nicht das Mikrofon. Rene kann erklären: Das ist die Stütze für seinen Arsch. Sylvie meint, Tanzen kann so etwas Schönes sein und wundert sich – Rene ist noch schlechter als im letzten Jahr. Für Dieter Bohlen ist die Motivation fraglich, hat Rene morgens überlegt, er möchte sich mal so richtig blamieren??? Der Schweizer kommt nicht weiter, verspricht aber „Ich komm wieder!“
Eigentlich waren sie ursprünglich zu viert, erzählen Student Alper und Tanzlehrer und Choreograph Stiven aus Ingolstadt. Sie hatten vor sechs Jahren eine Tanzgruppe gegründet, vor einem gemeinsamen Auftritt waren ihre anderen beiden Teamkollegen tödlich verunglückt. Zum ersten Mal seit dem Unglück tanzen sie wieder, wollen damit ihre toten Freunde ehren. Fast augenblicklich haben sie das Publikum in der Hand, begeistern und machen Stimmung.
Motsi wünscht ihnen viel Glück, hätte die Performance aber gern ein wenig „knüspriger“ gehabt, mehr auf den Punkt. Sie hat zwei Persönlichkeiten gesehen, aber eine Einheit, begeistert sich Sylvie van der Vaart. Auch Dieter Bohlen fand die Choreo sehr kreativ. Die Jungs kommen weiter, aber mit der Empfehlung von Motsi, etwas für ihre Kondition zu tun, sie sieht aber Potential.
Sven Florian nennt sich selber den kleinen Kugelblitz von St. Pauli. Er bringt gern andere zum Lachen, hat seine Begeisterung fürs Singen entdeckt. Er ist schwul und findet das gut so, außerdem ist er der Assistent von Olivia Jones. Wenn das heute alles nicht klappt, möchte er den Dieter fragen, ob er ihm wenigstens einen Kuss auf die Wange gibt, das würde er dann gern erotisch ausnutzen.
Seine Chefin hat er als Assistentin im Gepäck und diese erklärt „Dieter, wir sind heute deine zwei sexuellen Wundertüten!“ und für die Jury gibt es einen „schwulen Käseigel“, nicht als Bestechung, sondern deshalb, weil Liebe durch den Magen geht. Olivia Jones kündigt an, Sven Florian würde solange singen, bis es der Jury gefällt und dieser kündigt ein Liebeslied an.
„Dieter….geboren um Liebe zu geben….“ nach einem bekannten Song, „verbotene Träume erleben…“, auf jeden Fall ist die Stimmung im Saal richtig gut und Sven Florian strahlt. Für die Stimmung richtig toll, bedankt sich Motsi, sieht aber nicht das SUPERtalent, Sven Florian sieht die Supertunte, die sexuelle Wundertüte. Auch Sylvie bedankt sich, sie denkt Sven Florian hat alles gegeben, aber das Singen würde nicht für Das Supertalent reichen. Hamburger müssen zusammen halten, beginnt Dieter Bohlen, aber er müsse als Juror handeln „Gesanglich war das Scheiße“. Aber – das Package war okay und es war unterhaltsam. Dreimal Nein, Sven Florian erklärt, ihm ging es auch um den Spaß, er sei ein Fan von Dieter Bohlen und jetzt möchte er von ihm ein Küsschen auf die Wange. Nach kurzem Zögern geht der Poptitan auf die Bühne, es gibt das Wangenküsschen und auch die vergebliche Zungenkuss-Attacke von Sven Florian, der extra vorher einen Pfefferminzbonbon gegessen hatte.
Es folgt der Illuisonist und Entfesselungskünstler Marco, der 51jährige hat Lampenfieber und kündigt an, dass es in seiner Nummer um Leben und Tod gehen wird.
Marco lässt sich von Motsi und Sylvie fesseln und zwar in einer Zwangsjacke, die sie vorher genau untersuchen durften. In der geschlossenen Jacke lässt er sich an einem brennenden Seil kopfüber in die Höhe ziehen. Es wird angekündigt, dass er drei Minuten Zeit hat, sich zu befreien und wenn ihm das nicht gelingt, in die Tiefe stürzen wird (es gibt kein Netz), genau dann, wenn das Seil bis oben abgebrannt ist. Nach knapp der Hälfte der Zeit ist er die Jacke los, scheint abzustürzen, denn seine Füße sind auch gefesselt. Aber auch hier kann er sich rechtzeitig ganz knapp vorm Ende des Zeitlimits befreien und erreicht rechtzeitig den Boden.
Für Motsi war das zuerst richtig spannend, aber……….
Dieter Bohlen bemängelt, dass die schauspielerischen Fähigkeiten von Marco Scheiße seien. Für ihn war alles Show und zu durchschaubar, Markus beteuert, dass er wirklich abgerutscht ist, Motsi Mabuse sagt nein, Sylvie van der Vaart Ja und Dieter Bohlen Nein.
Die 15jährige Lara sagt ganz schlicht „ich singe“ und meint „nichts großartiges, nur für zuhause ein bisschen“. Die Mama des übergewichtigen Mädchens möchte gern mehr Selbstbewusstsein bei ihrer Tochter sehen.
Der Applaus nach dem Auftritt sagt eigentlich schon genug, aber was meint die Jury?
Motsi will Lara wiedersehen, sie fand das richtig toll. „Du hast das soooo toll gemacht“, freut sich Sylvie van der Vaart, Lara könne stolz auf sich sein. „Stimme schön und schöner Titel, alles richtig gemacht“, fängt Dieter Bohlen an, „aber….wie du da stehtst…….“ Wenn man so toll singt und so viel kann wie das Mädchen, könnte man ruhig mehr Selbstbewusstsein haben, denkt er. Lara kommt weiter.
Verwandte Beiträge:
Werbung
Werbung
