Berlin-Premiere Kampusch Film

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Im Alter von 10 Jahren wurde Natascha Kampusch auf dem Weg zur Schule in Wien entführt und befand sich nach ihren Angaben mehr als 8 Jahre in der Gewalt ihres Entführers Wolfgang Priklopil. Er hielt sie zuerst in einer Montagegrube unter der Garage seines Einfamilienhauses gefangen. Dort befand sie sich nach ihren Angaben im ersten halben Jahr durchgehend, später durfte sie den Raum zum Beispiel zum Duschen wohl  verlassen. Im Laufe der Jahre durfte sie in seiner Gegenwart auch aus dem Haus gehen, aber zu niemandem Kontakt aufnehmen .Am 23. August 2006 konnte sie ihren Angaben zufolge fliehen, ihr Entführer soll Selbstmord begangen haben.

Natascha Kampusch war genau 3096 Tage in Gefangenschaft und "3096 Tage"  heißt der Film, der auf der Grundlage ihrer Autobiographie entstanden ist. 

Im Verlaufe der Ermittlungen ergaben sich einige Ungereimtheiten, zum Beispiel die Annahme, dass ein zweiter Täter im Spiel gewesen sein musste und in dem Zusammenhang auch eine Überweisung von rund 36.000,– Euro an Priklopil. Auch der angebliche Selbstmord wurde zum Teil angezweifelt.

Bis heute wurden zahlreiche Anschuldigungen und Untersuchungen vorgenommen, einiges ist noch in der Schwebe.

Natascha Kampusch stellte sich 2006 zuerst in einem offenen Brief den Medien, es folgte ein Hörfunkinterview und das erste Mal konnte man das Gesicht der jungen Frau am 6. September 2006 im Fernsehen sehen.

Sie selbst schrieb ihre Autobiographie und ihre Geschichte wurde jetzt verfilmt. Die Uraufführung fand am 25. Februar in Wien statt. Zur Deutschlandpremiere konnte sie mit der Begründung nicht kommen, dass sie zu erschöpft sei, schockiert über das Buch ihres Vaters.

Das Mädchen aus dem Keller sei ein Mythos und sie hätte mit ihrer Flucht gewartet, bis sie 18 Jahre alt war, weil sie weder in ein Heim noch zu ihrer Familie. So ist die Ansicht von Ludwig Koch, des Vaters von Natascha. Seine Version der Geschichte findet man in einem Buch, das der britische Autor Alan Hall in London vorstellte. Von ihm war bereits 2010 ein Buch erschienen "Girl in the Cellar – die Natascha Kampusch Story".

Zuvor, nämlich im Jahr 2008 hatte die Mutter von Natascha Kampusch ihr Buch auf den Markt gebracht.

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