Michael Jackson: Conrad Murrays Interview vor dem Schuldspruch
Conrad Murray hatte während des Prozesses gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung weitgehend geschwiegen.
Am Donnerstag wurde auf Channel 4 ein Interview gesendet, das vor dem finalen Schuldspruch aufgenommen worden war, hierin schildert Conrad Murray seine Sicht der Dinge.
Er gibt an, dass seine Einstellung als Arzt bei Michael Jackson unter falschen Angaben erfolgt sei.
Ihm wäre gesagt worden, dass der Sänger gesund sei und er selbst als Arzt mehr eine beratende und unterstützende Funktion habe.So hätte er zum Beispiel nach den Kindern schauen sollen, sich um die Ernährung kümmern und nur einfache medizinische Behandlungen vornehmen.
Jedoch habe er sich verpflichtet gefühlt, zu bleiben, zumal ihn Michael Jackson angeblich immer an seiner Seite gehabt haben wollte. Seine Arbeit sei "einwandfrei" gewesen.
Conrad Murray gibt aber auch Fehler zu:
So habe er bei der Polizei nicht angegeben, dass er Michael Jackson das Betäubungsmittel Propofol als Einschlafhilfe gegeben hatte, hätte er doch gedacht, das sei "nicht wichtig". Er sei aber auch "nie gefragt" worden und das sei "nicht ursächlich" für den Tod des Sängers.
Zwischen der Gabe des Mittels und dem Notruf waren wohl 1 Stunde und 40 Minuten vergangen. In dieser Zeit war Murray auch zum Telefonieren ins Nachbarzimmer ins Nebenzimmer gegangen, er sagte in dem erfolgten Interview aber, dass es "dumm" war, nicht zwischendurch noch einmal nach seinem Patienten gesehen zu haben.
Der Kardiologe Conrad Murray war am 7. November wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden, das Strafmaß soll am 29. November verkündet werden.
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