DENIC verursacht Schluckauf im Internet

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Gestern bemerkten viele Internetuser, dass verschiedene Internetseiten nicht erreichbar waren.

Auch Mail fanden nicht ihren Bestimmungsort. Schuld daran war ein technisches Problem bei der DENIC e.G..

Was war geschehen?

DENIC selber bezeichnet dieses Vorfall als technische Störung, die innerhalb von weiniger Stunden wieder behoben wurde. Nun soll alles wieder funktionieren, es könnten aber noch "Nachwehen" auftreten. Das läge an den Caches der einzelnen Serviceprovidern.

Heise.de hat da anscheinen mehr Informationen. Heise.de vermutet, dass der Fehler auftrat, weil die Registry-Dienste der DENIC von Amsterdam nach Frankfurt umgezogen sind. Der Umzug sollte am Dienstag, gegen 10:00 Uhr stattfinden und laut DENIC nur 3 -6 Stunden dauern. Dass hierbei die .de Zone der DNS Server ausfiel, konnte keiner ahnen, da eigentlich ein Umzug der .de-Zone nicht geplant war.

Jetzt funktioniert wieder alles, es kann trotzdem noch zu leichten Verzögerungen kommen.

Wichtig:

Im Zuge dieses Fehlers, wurden Millionen eMails nicht versendet. Was normalerweise kein Problem darstellt, wenn eMails nicht versendet werden können, da diese dann zeitversetzt erneut versendet werden, bis der sendende Mailserver eine positive Antwort erhält, stellt hier ein echtes Problem dar.

In diesem Fall konnte der Empfänger-Mailserver keine Namensauflösung der Absenderadresse vollziehen. In diesem Fall löscht er die Mail umgehend. Der Sendemailserver, sollte dann die Information an den User weiterleiten, was nicht alle Server gleichermaßen gut und sauber erledigen.

Es kann also sein, dass User, die Mails verschickt hatten, keine Ahnung davon haben, dass diese Mail nicht angekommen ist.

Ab jetzt sollte alles wieder sauber laufen.

Info zur Namensauflösung im Internet:

Der Transport der Informationen läuft grundsätzlich über IP-Adressen in der Form 193.99.144.85 (www.heise.de). Jeder Internetadresse hat seine eigene IP-Adresse. Da die Verwendung von IP-Adressen nicht praktikabel ist und sich niemand vorstellen kann, wer sich dahinter verbirgt, muss es eine Institution geben, die diese Auflösung von lesbaren Internet-Namen in IP-Adressen ermöglicht. Dazu gibt es Server, die diese Information (hier www.heise.de) in IP-Adressen umwandelt. Dazu sind (u.a.) die DNS-Nameserver der DENIC zuständig. Sind diese Nameserver gestört oder fallen aus, werden diese Namen nicht aufgelöst und es kommt die Meldung, dass es diese Adresse nicht gibt. Warum beim Ausfall der Nameserver trotzdem noch "Internet" möglich war, lag an den Caches der einzelnen Service-Provider (1und1, Telekom usw…). Diese hatten ja noch die Information und konnten aushelfen. Nach und nach verschwinden dann dort auch die "gültigen" Informationen und werden mit den "nicht vorhanden" Information überschrieben. Dann würde gar nichts mehr gehen.

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