Lotti, das “Ungeheuer” aus dem Badesee

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Der Oggenrieder Weiher in der Gemeinde Irsee im Allgäu  ist ein beliebter Badesee  – nun musste er leer gepumpt werden.

In der letzten Woche war ein Junge mit einer starken Blutung am Fuß erst von der Wasserwacht erstehilfetechnisch versorgt wurden und wurde dann in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Verletzung hatte sich das Kind beim Baden zugezogen. Zuerst ging man von der Verletzung mit einer Glasscherbe aus, aber bei näherer Inaugenscheinnahme  war zu erkennen, dass es sich um eine Bisswunde handelt.

Da den behandelnden Ärzten das Muster des Bisses nicht bekannt war, wurden Experten  hinzu gezogen, die sich sicher waren, dass der Verursacher der Wunde auf keinen Fall ein Fisch war. Die Überprüfung anhand von Fotos durch das zoologischen Institut in München ergab, dass es sich bei dem Übeltäter um eine Alligator-Schildkröte gehandelt haben muss.

Die Schildkröte wurde "Lotti" getauft und der Weiher geleert, die dort befindlichen Fische umgesetzt.Und Lotti? Das Tier konnte nicht gefunden werden, es könnte sich eventuell im Schlamm am Boden des Sees versteckt haben. Der Weiher wurde gesperrt und der Bürgermeister der Gemeinde hat eine Prämie von 1.000,– Euro für die Ergreifung von Lotti versprochen. Möglich ist, dass der Weiher den Winter über trocken liegen bleibt, er steht aber weiter unter Beobachtung. Eventuell sollen Lebendfallen aufgestellt werden, denn eines ist sicher: Das exotische Tier würden den bayerischen Winter nicht überleben können.

Die Schildkröte könnte evtl. in ein anderes Gewässer abwandern, ihre Herkunft ist nicht bekannt. Das verletzte Kind musste operiert werden, die zweifach durchtrennte Achillessehne musste genäht werden.

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