Kameraüberwachung von Angestellten?

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Bei Stern-TV hat sich eine Angestellte gemeldet, die angibt, an ihrem Arbeitsplatz bei der Drogeriekette Schlecker als Kassiererin von Kameras beobachtet worden zu sein.

An einem Tag hätte sie die Nachricht bekommen, dass sie am nächsten Tag nicht zu arbeiten bräuchte und sie musste ihren Filialschlüssel abgeben.
Sie hätte ihren Sohn an ihren Arbeitsplatz geschickt, der meinte beobachtet zu haben, dass dort Kameras installiert wurden.  Sie fand am nächsten Tag Kameras, verteilt und versteckt im Laden und versteckte Videorekorder.
 
Sie will Anzeige erstatten, weil sie über die Kameraüberwachung nicht informiert worden ist. und  vermutet – da sie Kameras abgeklebt hatte, die Kassetten entfernt und die Rekorder ausgestellt hatte – dass diese aus diesem Grund umgehend entfernt worden sind. Die Kameras waren nach ihrer Aussage so ausgerichtet, dass sie die Angestellten und nicht die Kunden überwacht haben.
 
Sie will nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Der Vertreter von Verdi empfiehlt, nach Beendigung ihrer Krankschreibung ihre Arbeitskraft wieder anzubieten. Auch eine gerichtliche Klärung wäre nicht auszuschließen.
Nach Aussage der Gewerkschaft Verdi stellt dieses Handeln einen Rechtsmissbrauch und einen Verstoß gegen die Menschenrechte dar.
 
Schlecker reagierte gegenüber Stern-TV: Videoüberwachung würde nur in begründeten Einzelfällen durchgeführt und die Angestellten würden vorher darüber informiert werden.
 
Im letzten Jahr war Schlecker schon einmal in die Medien geraten. Mitarbeiter wurden gekündigt und in neue Schlecker XL Märkte über eine Leiharbeitsfirma zu wesentlich schlechteren Konditionen als zuvor vermittelt.

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