Das Supertalent

Das Supertalent 2011: Träumer und Talente

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Das Supertalent vom 15.10.2011

Weiter geht es mit der Suche nach dem Supertalent. Wer wird es heute ins Halbfinale schaffen?

Im richtigen Leben ist Carsten Physiotherapeut, bei einem Karaoke-Wettbewerb habe er sein Talent entdeckt: Das Singen. Der 48jährige legt los. Es gibt schnell gute Stimmung im Publikum – aber wohl auch deshalb, weil Sylvie und Motsi tanzen. Irgendwann drückt Dieter Bohlen alle drei Buzzer. Carstens Gesang scheint ihn selbst jedoch überzeugt zu haben..…er jedenfalls bedankt sich….Dieter Bohlen ist der Verzweiflung nahe. Noch mehr, als nach „Zugabe-Rufen“ die Musik wieder beginnt und Carsten weiter macht. Motsi und Sylvie stürmen die Bühne und haben Spaß, von Dieter ist eine vielsagende Scheibenwischergeste zu sehen.
„Einiges ist pervers“, beginnt Dieter Bohlen. Carsten sei wohl der schlechteste Sänger, der jemals da war, hätte aber total abgeräumt. Es war geil, weil der Titel geil ist, aber mit dem Singen wird es wohl nichts werden, denkt Sylvie. „Leider….mit Herzschmerzen…“ ein Nein von Motsi, vom Rest der Jury auch.

„Mein Talent ist meine Körperbeherrschung“ sagt „Satu“ Sebastian aus Brandenburg. Er will zeigen, was man mit seinem Körper alles machen kann, sagt er und warnt: So etwas ist nur mit jahrelangem Training möglich. Nach einer Konzentrationsphase beginnt Sebastian: Mit einer Art Speer, dessen Spitze an seinem Hals liegt, schiebt er einen PKW an, zerschmettert Metall an seiner Stirn und zertrümmert mit seinem Kopf einen hohen Stapel Steine.
Das Ganze geht über ihr Vorstellungsvermögen, erklärt Motsi Mabuse, die dieses Talent noch einmal sehen möchte. „Ich konnte meinen Augen nicht glauben“ wundert sich Sylvie. Er hat viele Jahre trainiert, Sebastian.
Ist Kampfkunst ein Supertalent? überlegt Dieter Bohlen, unfassbar für Sylvie van der Vaart und Sebastian erklärt: „Training, Training, Training und positives Denken“. Ein Ja von den Damen, ein Nein von Dieter Bohlen, weil etwas Ähnliches schon im letzten Jahr gezeigt worden war.

Wolfgang – er ist arbeitsloser Deutschlehrer, erklärt der 60jährige. Warum ist er arbeitslos? Das Dumme hier sei, dass so viele Deutsch sprechen. Der Jungmann will nicht nur sein Talent zeigen, sondern auch eine Frau finden. „Wenn die richtige kommt, wird das schon funktionieren!“ ist er sicher. Bis jetzt habe diese ihn aber noch nicht gefunden…..
Außerdem hätte er auch schon Glossen geschrieben, bei „Mission Impossible“ sei er einmal „durchs Bild gelatscht“ und hätte auch Comedy-Erfahrung.
Was wird er heute darbieten? Er erscheint auf Strümpfen und mit weißen Handschuhen, will eine Mischung aus Pantomime und Tanz zeigen. Sylvie buzzert nach wenigen Sekunden, Motsi zieht nach und wenig später auch Dieter Bohlen.
Tanzen muss man nicht gleich verstehen, räumt Motsi ein, aber was Wolfgang zeigen wollte, hat sie gar nicht verstanden. „Nichts, gar nichts“, war das von Anfang an für Sylvie und Dieter ist der Auffassung, Wolfgang kann nicht einmal richtig gehen, geschweige denn tanzen. Dreimal Nein.

Cihan hat Angst, viel Kritik und dreimal Nein zu bekommen. Der 13jährige möchte gern seinen Traum wahrmachen und Sänger werden. Sollte das nicht klappen, würde er Abitur machen, erzählt er. „Rolling in the deep“, für diesen Song bekommt der Schüler Beifallsstürme und Standing Ovations. Motsi ist begeistert, „es hat mich berührt“. Der Junge hat etwas sehr Spezielles, meint Sylvie, unglaublich welches Gefühl Cihan in den Song gebracht hat. „Du hast das super gesungen“ bringt es Dieter Bohlen kurz und knapp auf den Punkt. Dreimal Ja.

Altenpfleger Stefan wird 36 Jahre alt, fühlt sich aber noch „sehr jung und energieladen“. Heute möchte er Dieter Bohlen treffen und mit ihm ein Stück Käsekuchen essen. Er singt gern und mit viel Freude, der Poptitan ist sein großes Vorbild. Mit Modern Talking sei er verwachsen, hat sich extra den „Original-Dieter-Bohlen-Haarschnitt“ machen lassen und er bittet die Zuschauer, die Herzen zu öffnen. Seit 1984 hätte er bereits gekämpft, einmal Dieter Bohlen treffen zu dürfen. Er freut sich, dabei zu sein und will mit seinem Gesang allen eine Freude machen. Leider wird schon nach den ersten Tönen klar, dass das nicht gelingen wird. „Das war schrecklich schlecht“, fasst Motsi zusammen. Für Stefan war es wichtig, dass sein Auftritt von Herzen kam. Vielleicht hätte er einen Modern-Talking-Titel singen müssen, überlegt Sylvie, während Dieter Bohlen nur noch eine Frage hat „Arbeitest du in dem Pflegeheim oder wohnst du da?“ Ihm hätten doch bestimmt schon einige Leute gesagt, dass er nicht der größte Sänger sei. Für Stefan nach wie vor das Größte, dass er da sein durfte und Dieter Bohlen geht auf die Bühne. Es kommt zu einer Umarmung und auch der Kuchen kommt noch zu seinem Empfänger. „Das soll ganz, ganz viel Liebe bringen!“ strahlt Stefan, der auch allen Zuschauern nachhause viel Kraft und Liebe schicken will und die ganze Welt umarmen könnte. Ein netter, authentischer Mensch, der aber nicht singen kann, so Dieter Bohlen.

Mit nur 39 Jahren ist Stefan Rentner, er leidet unter dem Tourette-Syndrom. Ohne Musik geht bei ihm gar nichts, sagt er und sein Traum sei, damit anerkannt zu werden. Er singt seit einer Karaoke-Veranstaltung, bei der er – wie er meint – grottenschlecht gewesen ist. Aber er hat geübt und wir hören ihn mit „Home“ (Michael Bubble). Den ersten Applaus gibt es für ihn nach wenigen Sekunden.
Es war eine gute Performance, sie hat aber Höhen und Tiefen im Song gehört, sagt Motsi Mabuse. Sylvie findet Stefan wahnsinnig sympathisch und erkennt seinen Mut an. Aber – sie glaubt, dass Karaoke sein Niveau ist und bleibt. Am Anfang war er sehr konzentriert, aber Dieter Bohlen hatte das Gefühl, das Stefan durch das Ankämpfen gehen seine Symptome an Konzentration verloren hätte. Letztendlich hätte er aber den Kampf gewonnen. Ja von Motsi, Nein von Sylvie – „es war nicht die hyperbrillante Superleistung“, wendet Dieter Bohlen ein, aber vielleicht beim nächsten Mal? So kommt Stefan weiter.

Kubanerin Yisel will Deutschland zeigen, was sie drauf hat. Sie versucht das mit Gesang, Samba und guter Laune. Sie ist auf der Bühne vom Tanz her ein Energiebündel, meint Sylvie, aber vom Gesang her nicht gut genug, sie weiter zu lassen. Auch Dieter Bohlen hat die Tanzerei besser gefallen als die Singerei. Das sei ein toller Act für eine Betriebsfeier, aber mehr nicht. Yisel bietet an, eine Ballade mit Klavierbegleitung zu singen, singt dann aber ohne Klavier. Bis sie schließlich vorm Jurytisch landet „Komm Dieter, bitte!“. – „Das hast du gut gesungen“, sagt dieser und bekommt dafür ein Küsschen von ihr.
Ein Ja von Motsi – „wir wollen nur Stimme“ – Nein von Sylvie und Dieter Bohlen? „Nur weil sie charmant ist und zwei Dinger hat, muss man sie nicht weiter lassen“ sagt er. Obwohl – die Ballade hätte sie gut gesungen. Dennoch, seiner Meinung nach hat Yisel keine Chance zu gewinnen, also auch von ihm ein Nein.

Julian macht eine Ausbildung zum Erzieher, er möchte auf keinen Fall beim Supertalent versagen. Er singt, begleitet sich selbst auf der Gitarre und man sieht bei seinem Auftritt viele strahlende Frauenaugen: Im Publikum und in der Jury. Motsi findet, dass bei Julian das Gesamtpaket stimmt – Stimme, Ausstrahlung und Aussehen. Auch Sylvie sieht das genauso, ganz viele Mädchen könnten sich in ihn verlieben, glaubt sie. Das Gitarre spielen war nicht sooo…..ein schönes Playback wäre auch nicht schlecht, die Nummer einen halben Ton tiefer, hätte besser gepasst, beginnt Dieter Bohlen. Ansonsten gibt er seinen weiblichen Kollegen Recht. Julian kommt weiter.

Michael „Spicy“ verkauft Eis und sieht sein Talent darin, eine gute Show abzuliefern. „Amanzing Grace“ findet er toll oder „Granella“ von Bruno Mars, im letzteren Song seien aber leider Wörter die er noch nicht aussprechen kann, bedauert er. So will er sich mit „You raise me up“ versuchen, englisch zu singen sei eine neue Erfahrung für ihn. Singen kann er nicht, englisch noch weniger, nach Buh-Rufen aus dem Publikum bricht er freiwillig ab und meint, er käme am besten im nächsten Jahr wieder. Natürlich ist die Jury nicht angetan von seinem Auftritt. Das war nicht der „Singende Eismann, sondern der Singende Sch…mann“ denkt Dieter Bohlen, dreimal Nein.

Aus New York kommt Amy, sie sagt von sich, dass sie verrückt ist, außerdem sei sie Sängerin und spiele verschiedene Instrumente. Heute möchte sie ihr Lieblings-Instrument spielen, kündigt sie an. Ganz ladylike betritt sie im schwarzen Abendkleid die Bühne, lässt dann aber ihren Slip auf die Knöchel rutschen und deponiert eine Flöte unter dem Kleid, um zu spielen…….
Motsi hatte sich zum Publikum umgedreht und meint, die Frauen waren entsetzt und die Männer fanden es toll – mit roten Köpfen. Zuerst hätte sie gedacht, Amy sei elegante Frau, aber – wie funktioniert das denn? will Sylvie erst wissen und dann doch lieber nicht. „Auf jeden Fall mit Gefühl“, ist Dieter Bohlen der Auffassung.
„Hast du noch was drauf?“, will er wissen. Amy kommt knapp bekleidet mit Rollschuhen auf die Bühne, macht Comedy, singt, spielt Banjo und bringt den Saal zum Kochen. Jetzt hat sie die Jury auf ihrer Seite, „unterhaltsam“, „funny“ ist zu hören, „du hast echt was drauf“ und Multitalent. Three Time Yes.

Simone hat sich beworben, weil „einige der Meinung sind, ich kann gut singen“. Nach einer Stimmbandlähmung während des Musikstudiums hieß es, die heute 49jährige kann nie wieder singen. Ihr größter Traum ist es, vor einem Symphonie-Orchester zu singen und sie bekommt viel Beifall nach ihrem klassischen Gesang. Klassisch sei nicht so ihr Ding, outet sich Motsi, aber so wie Simone gesungen hat, könnte sie das stundenlang hören. Sylvie van der Vaart ist begeistert. „Ganz großes Theater und große Emotionen“ für Dieter Bohlen. Dreimal Ja.

Die Rethra Feuer-Crew, ein Spektakel aus Feuer, Feuerfontänen und Akrobatik. Zum Schluss sogar ein doppeltes brennendes Springseil, das Ganze in einer Choreografie für insgesamt neun Feuerartisten war beeindruckend.
Den Anfang fand Sylvie nicht sonderlich spannend, war zum Ende aber begeistert. Es muss spektakulär sein, meint auch Dieter Bohlen, falls sie weiter kommen, sollen sie richtig Gas geben beim nächsten Mal. Und genau das können und dürfen sie auch – wir sehen sie wieder.

Leonardo ist Indianer, kommt aus Ecuador. Er lebt jetzt in Berlin, spielt Panflöte und ohne Musik hat das Leben für ihn keinen Wert, meint er. Seine Familie konnte er in den letzten 12 Jahren nur zweimal sehen, würde er das Supertalent gewinnen, würde er einer Familie in seiner Heimat eine bessere Zukunft ermöglichen. Nach seinem Auftritt möchte ihn Dieter Bohlen ohne Playback hören, das würde unglaublich klingen. Sie fand es wunderschön und entspannend, strahlt Motsi. Auch Sylvie ist sehr beeindruckt und froh, dass Leonardo heute da war. Dieter Bohlen findet den Sound, der aus „den paar Stöcken“ kommt, faszinierend, ebenso die Hingabe und das Gefühl von Leonado. Ich fand das alles schön!“ Leonardo kommt ins Halbfinale.

„Positiven Schmerz“ wollen Andrew und Kelvikta zeigen.
Ein Seil wird wohl an Piercings in der Haut im Nacken von Kelvikta befestigt und die Frau daran in die Höhe gehoben. Sie schaukelt hin und her, schleudert sich durch die Gegend.
„Heftig“ findet das Sylvie van der Vaart, „echt krass“ für Motsi, ihr ist ein wenig schlecht. Dreimal Nein.

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