Das Supertalent 2010 vom 20.11.2010: Zwischen Wahnsinn und Wehmut

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Das Supertalent vom 20.11.2010
 
Als Sänger ist Jens Buntemeyer beim Supertalent, der „eine gewisse Technik“ entwickelt hat, um sich von anderen abzuheben. Er ist sich sicher, dass Dieter Bohlen sein Talent erkennen kann. Er kündigt an, dass viele Leute bei seinem Gesang denken würden, es sei Playback und das will er heute mit „Highway to hell“ unter Beweis stellen.
Bruce glaubt, Jens hat etwas verwechselt „Das hier ist nicht der Mickymaus-Club“. Geschmackssache, denkt Jens. „Du versuchst Talent durch Wahnsinn zu ersetzen, das brauchen wir nicht“ meint Dieter Bohlen. Ein dreifaches Nein.
 
Geraldine Broschinski hat einen Traum: Die 7jährige will Sängerin werden! Ihr Papa begleitet sie am Klavier zu „Somewhere over the rainbow“. Bruce musste lachen, aber nicht über Geraldines Gesang, sondern weil sie so süß ist. Sylvie ist begeistert über die Ausstrahlung und das Selbstbewusstsein der Kleinen. Dieter Bohlen kann den Papa verstehen, dass dieser „stolz ist wie Bolle“ auf sein Mädchen. Er ist sich sicher, wenn sie in ein paar Jahren wiederkommt, wird sie großen Erfolg haben. Und so ist auch die Entscheidung: Sie soll wiederkommen…in ein paar Jahren.
 
Sie ist schon seit Jahren in Dieter Bohlen verliebt: Melissa Nock
Sie kann sich vorstellen, mit ihm zusammen zu sein, mit ihm in Urlaub zu fahren und – sie hatte noch nie einen Freund.
Auch sie singt. Den Schlager „Michaela“ hat sie für Dieter umgedichtet. „Da haben wir schon etwas gemeinsam!“ sagt Dieter „Du liebst mich und ich lieb mich auch!“
„Du bist mein Sonnenschein, lass mich nie mehr allein, Dieter Bohlen…aha!“ Irgendwann ist die Jury auf der Bühne und wagt ein Tänzchen.
„Dieter, du bist der einzige der das beurteilen kann“, meint Sylvie, die dann doch ein Nein gibt. Bruce sagt nach ein wenig Geplänkel auch Nein. Und so kann Dieter auftrumpfen: „Ich hätte ein Ja gegeben“ und er geht zu ihr und gibt zwei Wangenküsschen. Weinend kommt Melissa von der Bühne.
 
Der Mann mit dem Koffer, ist Handwerker Enrico Stroncone. Der 52jährige will erst einmal vom Heiraten die Finger lassen, wird er nicht geschieden, hat er Geld gespart, denkt er. Und er erzählt, seine „Großmutter brauchte keine Kleidung, sie hat Haare gehabt“ (!?). Seine Mutter war Sopranistin, sei aber leider nie entdeckt worden. Auch er will singen „Bocelli sein Typ“: “Time to say good bye”.
„Hello Hello Hello isse do jemand zu Hause?” fragt Bruce, „mein Schatz, das geht doch gar nicht!“ Sylvie wollte ihm als Single eine Chance geben, sich zu präsentieren, aber das hat nicht geklappt. Dieter bedauert, er sei kein Arzt und könne ihm nicht helfen. Ein dreifaches Nein. „Wenn ich dem seine Freundin wäre, da wäre ich nicht lange dem seine Freundin…..da nimmt doch jede Reißaus!“ sagt Enrico anschließend über Dieter Bohlen.
 
Es wird tierisch: Tatjana Zimek ist „Chicken-Coach“, sie hat zwei ganz berühmte Hühner und schon große Stars kennen gelernt. Chicken Chocolate hat eine eigene Homepage, Autogrammkarten und eine Fangemeinde, erzählt Tatjana.
Mit dem Schlachtruf „Hühner“ – „Hüüühhhnnneeer“ motiviert sie das Federvieh, um dann nach einer geglückten Übung in begeistertes „Supi“ auszubrechen.
Sie hat viel Liebe für ihre Hühner, aber für das Supertalent wird es schwierig sein, meint Sylvie, Dieter und Bruce denken ähnlich, die Hühner kommen nicht wieder.
 
Marie Rose macht eine Ausbildung zur Musikpädagogin, spielt schon lange Gitarre und auch sie singt heute. Ihre Mutter ist so schwer erkrankt, dass sie eigentlich nicht das Haus verlassen darf, aber sie ist heute trotzdem zum Supertalent gekommen.
Warum sie gekommen ist? Auch deshalb, weil sie die Jury sehen wollte. Dafür bekommt sie von Bruce viele kleine Küsschen.
Standing Ovations vom Publikum, Bruce meint, sie ist supersympathisch und kann gut singen, „Hammer“ war es für Sylvie. Allerdings – Für Dieter war es eine Kopie und reicht nicht zum Supertalent. Zweimal Ja reicht aber, um weiter zu kommen.
 
Sein Talent ist die Pantomime, er hat dafür sogar seinen Beruf aufgegeben. Bernd Weckerle.
Die Jury erwartet einen Kandidaten, der sich vorstellt und es kommt ein Jutesack auf einem Roller auf die Bühne, Bruce bekommt einen Lachanfall und steht auf. Er kann gar nicht mehr aufhören zu lachen, ihm kommen die Tränen und dem Publikum geht es ähnlich. Ob alle über die Nummer oder über den gackernden Bruce lachen, weiß keiner so genau.
So etwas hat Bruce noch nie gesehen, wenn er sich totlacht, das kann nur gut sein, denkt er. Sylvie weiß gar nicht, was das wirklich war. Dieter fand die Idee für drei Sekunden gut, aber für ihn war es langweilig. Nur ein Ja von Bruce.
 
Michaela Esser könnte das Supertalent werden, weil sie das Talent dazu hat. Meint sie. Und sie hat sich viele Muskeln antrainiert. Die 42jährige ist Malerin und Lackiererin. „Hast du einen Mann?“ fragt Dieter- „Nein sieht man das?“ Sie jedenfalls hätte nachher noch ein bisschen Zeit, während Dieter Bohlen ein wenig Angst vor ihr hat. Sie würde ihn einladen und auch bezahlen. Sie singt, sogar sehr gut, denkt sie. Und bringt ein selbst komponiertes Lied zum Besten: „Das Suppenhuhn“. Vorher kommt die Ansage: „Ruhe jetzt und zuhören!“ Kaum hat sie losgebrüllt: „Ich bin ein Suppenhuhn“, wird gebuzzert. Garniert wird der Song mit Pupsgeräuschen und dementsprechenden Gesten.
„Das kann man nicht bringen!“ entrüstet sich Bruce. Das hätte er doch gerade gesehen! Jedes Suppenhuhn hat mehr Talent und das war Hühnerkacke, urteilt Dieter Bohlen. Dreimal nein
 
Leonie Polster und Mike Döhring kommen aus Oberbayern, sie sind noch nie vor so großem Publikum aufgetreten sind und dementsprechend nervös. Leonie spielt Klavier, Mike singt.
Totenstille im Publikum, Bruce stehen Tränen in den Augen, als er sagt, dass das Lied wunderschön war. Sylvie hat es sehr gut gefallen. Mike hätte im klassischen Wert keine schöne Stimme, aber einen hohen Wiedererkennungswert. Eine etwas harte Stimme, aber mit Wehmut darin, findet Dieter Bohlen. Guter Text, guter Melodie! Sie kommen wieder:
Dreimal Ja.
 
So was hat die Welt noch nicht gesehen und er ist mit dem richtigen Masterplan gekommen, kündigt Freddy Ückermann an.
Er tanzt die Choreo aus einem Beyonce-Video, das Ganze auf Highheels, zum einen denkt er, Bruce könne vielleicht noch etwas lernen, zum anderen tanzt er auf Highheels, um auf sich aufmerksam zu machen. Dieter überlegt, was wohl die Mitschüler des 18jährigen dazu sagen werden „Was mich nicht tötet, mach mich stärker, meint Freddy.
„Warum dieser Tanz?“ fragt Bruce, der denkt, es war ein netter Versuch. „Blöd oder sehr mutig?“ überlegt Dieter Bohlen, man müsse lange auf dem Friedhof buddeln, bis man einen findet, er schlechter ist. Seine Einstellung sei aber okay – Dreimal Nein.
 
Auch Dirk Bergmann würde gern das Supertalent werden  Er hat einen kleinen Club im Erotikgeschäft,  ist „primär homosexuell“ und hat vor vier Jahren eine Tochter bekommen, worüber sein Partner nicht so begeistert war. Jetzt möchte er seine Gesangskarriere starten, er versucht es mit „Sie liebt den DJ“. Dirk erzählt noch, dass er nie im Stimmbruch war-
Es wurde nicht gebuzzert. Dennoch – Sylvie mag keine Schlager, aber sie hat nichts davon gehört, dass Dirk nicht im Stimmbruch war. Nicht schlechter gesungen als Wendler, meint Dieter Bohlen. „Ein schwuler Zuhälter, der Schlager singt und eine goldene Rolex umhat, mehr Kontraste gibt es nicht“, glaubt er.
Und Dirk singt noch einmal – das „Ave Maria“ mit hoher Stimme. Es gibt Zwischenapplaus und tösenden Beifall danach.
„Die Überraschung war sehr, sehr groß, wirklich toll“, lobt Dieter. Dirk kommt wieder.

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