Das Supertalent

Das Supertalent 2011: Angebot für Dieter Bohlen

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Das Supertalent vom 8.10.2011

Peter kann singen und tanzen, erklärt er und die Musik könnte er „auf die Bühne performen“. Der Berliner unterstreicht jedes Wort mit Zeichensprache, gern auch mit recht eindeutigen Gesten, er bezeichnet sich als niveauvoll, besonders auch wenn es darum geht, Frauen kennen zu lernen. Auf der Bühne hat er leichte Kommunikationsprobleme, Dieter Bohlen entlockt ihm aber, dass er „Westerland“ von „Die Ärzte“ singen will, wofür er immerhin eine Woche geübt hätte. Nach den ersten schiefen Tönen buzzern die Damen der Jury, Dieter Bohlen hält ein paar Sekunden länger aus und Peter verstummt. Motsi erklärt, dass ein etwas höheres Niveau gesucht wird, dreimal Nein.

Der 43jährige Constantin kommt aus Rumänien, liebt seinen kleinen Sohn über alles, beim Supertalent zeigt er Akrobatik auf dem Trampolin. Spannend gemacht durch einige vorgetäuschte Missgeschicke, humoristisch dargeboten, insgesamt eine sehr schnelle und unterhaltsame Darbietung. Zum Schluss – vor dem Jurytisch – trinkt er erst das Wasserglas von Sylvie aus, kippt sich den Inhalt des Glases von Motsi ins Gesicht und das Wasser von Dieter Bohlen über den Kopf. Motsi fand es inspirierend und möchte mehr sehen, für Sylvie war erstaunlich, was man aus einer Trampolin-Darbietung machen kann, auch Dieter Bohlen meinte, überraschend und witzig. Also sehen wir Constantin wieder.

Sie singt, tanzt und lacht gerne, weiß nichts, was peinlich sein könnte und kennt Dieter Bohlen schon von seinem Casting für DSDS. Rosi schwärmt für Dieter Bohlen, der „wäre schon was für mich“. Seit dem letzten Zusammentreffen mit dem Poptitan hat sie 60 Kilo abgenommen, weil der ja mehr auf schlanke Frauen stände und nun sei sie „in freudiger Erregung“. Dieter Bohlen hofft, dass sie transformiert hat „Fett in Musik“. Rosi bietet an, wenn Dieter Bohlen mal mit ihr reiten oder kuscheln wollen würde, ein Anruf würde genügen.
Ihr Ehemann trägt für den Auftritt Requisiten auf die Bühne: Hüte für die Jury, eine Art Vogelkostüm. Er verhilft seiner Frau zu einer „Verschmelzung“ mit dem künstlichen Vogel Strauß und sie beginnt zu „singen“: „Komm hol das Lasso raus“. In dem Mikrofon würde man nichts hören, beschwert sich Rosi. „Eine Mischung zwischen Scheißmusik und Vogelgrippe“, das könnte kein Mensch gebrauchen, denkt Dieter Bohlen. Rosi ist froh, dabei gewesen zu sein und fand Dieter richtig süß. Trotzdem – hier endet das Supertalent für sie.

„Ich bin 80 Jahre alt und kann noch singen“. Hilda wurde von ihrer Tochter angemeldet, sie hat an der Musikhochschule studiert und Oper gesungen, erzählt die gebürtige Argentinierin, die seit 30 Jahren in Deutschland lebt. Durch einen schweren Schicksalsschlag konnte sie jahrelang nicht singen. Hilda möchte gern Dieter Bohlen kennenlernen, an ihm gefällt ihr besonders, wie sehr er seine Mutter schätzt und liebt. Das sollte bei jedem Sohn so sein, denkt der Poptitan und denkt, vielleicht hätte er auch besonderes Glück mit seiner Mutter gehabt. „Meine Mami war immer die Liebste zu mir!“
Hilda singt „Don´t cry for me Argentina“ in drei Sprachen, kein Ton ist anfangs im Saal zu hören, nachdem sie geendet hat, folgt donnernder Beifall vom Publikum. Motsi bewundert Hilda als Mensch, als Person. Sylvie findet sie faszinierend – alle hätten an ihren Lippen gehangen. Am besten findet Dieter den Stolz, den Hilda ausstrahlt, er fand es einfach nur toll. „Hilda, herzlichen Glückwunsch, du hast drei große Ja“ fasst Dieter Bohlen zusammen. Und sie? „Ich habe mich pudelwohl gefühlt“ strahlt Hilda.

Aus den Niederlanden kommen Murat und Wesley, „Elastic Double“, sie tanzen. Welchen Tanzstil? möchte Sylvie gern wissen „Popping“, was natürlich einige Wortspielereien nach sich zieht. Ohne etwas Hintergründiges zu meinen, fragt Sylvie „Kann man mit poppen Geld verdienen?“, was natürlich Gelächter nach sich zieht.
Die Performance der Jungs zieht aber viel Beifall und standing ovations nach sich, auch von Motsi Mabuse. Für sie sind sie mit Abstand die besten Tänzer, die bis jetzt dabei waren. Eine hammermäßige Performance für Sylvie. „Da gibt’s nichts zu meckern, einfach grandios“ vernimmt man vom Poptitan, „Elastic Double“ kommt weiter.

Quiufu berichtet, sie war in China Sängerin, Schauspielerin, Autorin, Schriftstellerin, Moderatorin und vieles mehr. Wie alt ist sie? „Dreihundertfünfzig Jahre alt“, sie verbessert sich „Dreiundfünfzig Jahre alt“. „Geständnis einer Pflichtverteidigerin“ heißt eines ihrer Bücher. Sie will heute ihr „geometrisches Modedesign“ beim Supertalent zeigen. Sie erklärt, drei Stoff-Dreiecke wurde miteinander verbunden, dann „konüpft“ sie ein wenig und drapiert das Ergebnis um sich. Sylvie fühlt sich an ein Riesenbabylätzchen erinnern, Dieter Bohlen lehnt sich weit aus dem Fenster „Ich würde es tragen“. Das muss er dann auch, gehüllt in glänzendes Grün sieht er nicht glücklich aus. Er würde es tragen, schränkt er sein – aber zur Mülltonne. Dreimal nein.

Giulia und Maik sind Trapezkünstler, sie arbeiten ohne Absicherung. Für ihren Vater ist das vollkommen sicher, denn auch aus einem Netz könnten sie fallen, ist die Meinung des Zirkusdirektors. Die beiden sind 8 und 6 Jahre alt, üben jeden Tag eine Stunde und möchten die jüngsten Artisten Deutschlands werden. Während das Publikum applaudiert, schaut Dieter Bohlen relativ ernst, bei Sylvie fließen Tränen. Motsi ist begeistert, Sylvie hatte Angst bei dem Auftritt und will von Maik bestätigt haben, dass das nicht gefährlich war. Sie hat großen Respekt vor der Leistung der Kinder. Er hätte es besser gefunden, wenn das Trapez in geringer Höhe gewesen wäre, auf der Bühne und im Fernsehen kann immer etwas passieren…… ist Dieter Bohlen sehr nachdenklich.
Ein Ja von Motsi, ein Ja nur unter der Einschränkung, dass die Höhe reduziert wird und Matten auf dem Boden liegen, von Sylvie, ein Nein von Dieter Bohlen, der am liebsten den Auftritt abgebrochen hätte.
Der Vater sieht es nach wie vor als ungefährlich an und hat großes Vertrauen in seine Kinder. Und in sich selbst – dass er sie auch aus großer Höhe auffangen kann ohne dass etwas passiert.

„Mein großer Idol war immer Michael Jackson“ erklärt Hausfrau Alicia, sie will singen und tanzen. Sie ist sicher, dass sie die Bühne zum Brennen bringen wird und will die Jury überzeugen. „Wie alt bist du?“ fragt Dieter Bohlen. „Viel zu jung für dich!“ Alicia ist 33 Jahre und will Kelly Clarkson singen. Dieter Bohlen buzzert, Buh-Rufe aus dem Publikum. Er ist für das Musikalische zuständig, sagt Dieter Bohlen und zu der Kandidatin „Tanz mal, die beiden sollen sich auch mal gruseln!“. Daraufhin verlässt Alicia ohne Jury-Urteil die Bühne, kündigt aber später an „Er wird mich mit 90prozentiger Wahrscheinlichkeit nächstes Jahr wiedersehen!“

Eine „Zahnkraftakrobatik-Nummer“ möchte Rainer vorführen und legt gleich los. Er verbiegt ein Hufeisen mit den Zähnen und bittet danach Dieter Bohlen auf die Bühne, um  Dieter schweben zu lassen. Dazu muss dieser sich auf eine kleine Plattform im Schneidersitz setzen. An den Ecken der Plattform sind dünne Seile befestigt und Rainer hebt daran die Plattform mit Dieter Bohlen darauf  nur mit den Zähnen hoch.
Unglaublich für Motsi, fraglich für Sylvie, ob das ein Supertalent ist und ein wenig unsinnig für Dieter Bohlen. Motsi gibt ein Ja, Sylvie ein Nein und Dieter Bohlen entscheidet sich für Ja, also kommt Rainer weiter.

Meike tritt mit einem Kontrabass an. Musik und der Kontrabass seien ein großer Teil ihres Lebens, führt sie aus. Zu ihrem Instrument hat sie ein besonderes Verhältnis: Er heißt bei ihr „Mister Big“ und sie findet es besonders schön, wie sehr man einen Kontrabass beim Spielen spüren würde, man habe den Körper „ganz bei sich“. Sie will spielen und dazu ein Lied von zwei Liebenden singen, ihre Interpretation ruft ein wenig Erstaunen hervor.
Motsi ist ein wenig durcheinander, zwischendurch wäre Meike woanders gewesen und sie wüsste gern, ob jedes Lied bei ihr so abgeht. Sie würde ganz normal auf die Bühne kommen, dann würde es jazzmäßig und dann käme ein Teil „Darf ich das sagen“ beginnt Sylvie zu interpretieren. „Das ist dann irgendwie….was machen Leute, die einander lieb haben…und dann ist am Ende……!?“ – „Ein Happy-End“ hilft Motsi aus.
Überzeugt ist Dieter Bohlen nicht, ein Happy-End hat er auch nicht gesehen. Hat sie noch etwas auf Lager? „Be my husband!“, was Dieter Bohlen zu der Frage beflügelt, ob sie eine erotische Beziehung zu dem Instrument hätte. Nein, rein platonisch, beruhigt Meike.
Beifall aus dem Publikum nach dem zweiten Auftritt, die Kandidatin strahlt. Interessant und gut war es für Motsi, Sylvie bewundert die Leidenschaft und Intensität. Mutig, einzigartig, letztendlich toll, korrigiert Dieter Bohlen seine erste Ansicht: Dreimal Ja.

Aus der Schweiz kommt die 16jährige Quenie, die „I promise you“ (Leona Louis) singt. Ein schöner Titel für Motsi Mabuse, im Grund genommen hat sie es gut gemacht, denkt Sylvie van der Vaart. Es war wirklich okay, meint Dieter Bohlen, aber sooo toll war es nicht, dass es einen vom Stuhl haut. Motsi stimmt mit Ja, Sylvie möchte die Kandidatin vielleicht im nächsten Jahr wiedersehen, ebenso Dieter Bohlen.

Aus dem letzten Jahr kennen wir Allesschlucker Stevie Starr, er hat eine Weltpremiere im Gepäck.
Zuerst verschluckt er eine kleine Tomate, dann eine Rasierklinge (****auf keinen Fall darf und soll man das nachmachen, es besteht Lebensgefahr!******)
Er wird die Tomate in zwei Hälften teilen. Beide Teile kommen zum Vorschein, ebenso die Klinge.
Der nächste Trick: Ein hart gekochtes Ei wird nach einer von der Jury markierten Münze verschluckt. Befördert Stevie das Ei wieder an die Oberfläche, soll sich die Münze im Inneren befinden. Auch das funktioniert.
Eine Zuschauerin sucht eine Karte aus einem Kartenstapel aus, es ist die Herz 4. Die Karte wird irgendwo in den Stapel gesteckt, die Zuschauerin steckt die Karten in Stevies Mund und er verschluckt sie. Kurz darauf spuckt er nur die etwas zerknautschte Herz 4 wieder aus.
In Gläser sind Lebensmittelfarben – blau und orange. Stevie will wissen, welche der Farben er mit Wasser vermischen soll. Zuerst leert er die Gläser mit den Farben, dann trinkt er ein Glas Wasser. Und – es ist kaum zu glauben – er bringt die Farben getrennt wieder hervor.
Einzigartig, ein bisschen ekelhaft, aber toll, findet Motsi das. Sylvie findet es toll, dass Stevie sie wieder erstaunen konnte und Dieter Bohlen outet sich, dass er der allergrößte Fan ist. Wer im Finale war, dürfe eigentlich nicht wieder kommen. Aber wer so gut sei, wie Stevie, dürfe ruhig sein ganzes Leben lang wiederkommen.

Es folgt eine „Spaßlichtshow“ von vier jungen Amerikanern – „Fighting Graffiti“.
Hierbei handelt es sich um eine Schwarzlichtshow kombiniert mit tanzen.
Vollen Respekt gibt es von Motsi für die perfekte, unterhaltsame Show, Sylvie ist ab jetzt Fan und auch Dieter Bohlen ist begeistert.

In der Schweiz war Piero Esteriore schon ein Star, war 2004 dritter beim „Musicstar“, nahm am Eurovision Song Contest teil, wo er aber keine Punkte bekam.
Vor vier Jahren verfiel er nach dem Tod seines Großvaters in schwere Depressionen, hatte etliche Rückschläge. Beim Supertalent will er es noch einmal versuchen. Er singt ein Duett von Luciano Pavarotti und Zucchero –  „Misere“.
Motsi Mabuse ist beeindruckt, seine Art zu singen sei sehr speziell, sie fand es gut, meint Sylvie van der Vaart. Und Dieter Bohlen? Ihm haben die Passagen von Zuchero am besten gefallen, das italienische Gefühl, eine Bühnenperformance, wie er sie sich vorstellt. Er glaubt, Piero sei bisher der beste Sänger, so kommt er weiter.
 

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