DSDS 2011: Abbruch der Autogrammstunde | Verletzte nach Gedränge von 15.000 Fans

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Es sollte eigentlich ein schönes Ereignis werden:
Die Autogrammstunde unserer Top 6 Kandidaten von DSDS im CentrO in Oberhausen.
 
Der Veranstalter hatte sich wohl auf bis zu 5.000 Fans eingestellt, es kamen weit mehr, von bis zu 20.000 Fans ist die Rede, überwiegend Kinder und Jugendliche.
 
Als das Centrum gefüllt war, wurden die Eingänge geschlossen, jedoch vor dem Gebäude drängelten sich außerdem bis zu 15.000 Menschen, um ein auch Autogramm zu bekommen oder ihre DSDS-Liebllinge zu sehen.
 
Während im Inneren die Autogrammstunde abgebrochen wurde, kam es draußen durch das Gedränge zu chaotischen Zuständen in deren Folge es zu Kreislaufzusammenbrüchen und 
Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen und evtl. Frakturen kam. Es ist von Massenpanik, Massenhysterie und Massengedränge zu lesen und zu hören.
 
60 Menschen im Alter von 12 bis 17 Jahren wurden verletzt, 28 von ihnen wurden stationär behandelt, 3 sind noch im Krankenhaus.
 
Die Stadt Oberhausen nimmt wie folgt Stellung:
Die Stadt wurde nicht "frühzeitig und schriftlich" von der Veranstaltung informiert, es erfolgte lediglich eine telefonische Ankündigung der Autogrammstunde in der „Coca-Cola-Oase“ für erwartete 4.000 bis 5.000 Besucher.
Die vorliegenden Gegebenheiten und Genehmigungen lassen einen Aufenthalt von über 3.000 Besuchern zu. Nach den vom Veranstalter geschilderten Rahmenbedingungen sei aber eine formale Antragstellung  auch nicht notwendig gewesen.
Die Stadt Oberhausen hat den Veranstalter darauf hingewiesen, dass pro 1.000 Besucher mindestens fünf Sicherheitskräfte zu stellen sind.
Die Berufsfeuerwehr Oberhausen war fast zwei Stunden nach der Schließung des CentrO von Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes gerufen worden.
Der Abbruch der Veranstaltung wäre nach dringender Aufforderung durch Polizei und Feuerwehr abgebrochen worden.
 
Laut Focus weist der Veranstalter die Vorwürfe zurück, so wäre zum Abbruch der Veranstaltung keine dringende Aufforderung von Nöten gewesen. Nachdem es hieß, dass aus Sicht der Polizei abgebrochen werden müsse, wäre sofort zugestimmt worden. Jedoch werde es an diesem Ort keine ähnlich gelagerte Veranstaltung mehr geben – „nichts mehr mit hysterischen Teenagern“.
 
Weiterhin soll wohl laut Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) geprüft werden, ob der „Sicherheitserlass für Großveranstaltungen“ überarbeitet werden muss. Denn hiernach müssen nur Großveranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 5.000 Besuchern mit der Aufsichtsbehörde abgestimmt werden.
 
Die Polizei ermittelt in der Sonderkommission "Oase". Die Staatsanwaltschaft Duisburg wird die Einleitung eines Verfahrens wegen fahrlässiger Körperverletzung prüfen. Hier laufen auch immer noch die Ermittlungen nach der Massenpanik auf der „Loveparade“.
 
 
 

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