So. Okt 1st, 2023
Michael Jackson

Michael JacksonZwölf Geschworene stehen jetzt im Prozess gegen Conrad Murray vor der Aufgabe, Recht zu sprechen.

Vor über zwei Jahren war der damals 50jährige Sänger Michael Jackson gestorben, als Todesursache wurde eine Überdosis des Narkosemittels Propofol in Kombination mit Beruhigunsmitteln ermittelt.

Der Kardiologe Conrad Murray war sein Leibarzt und derjenige, der das Mittel Propofol beschafft und verabreicht hatte. Der Arzt hatte nach seiner Aussage kurz vor dem Tod des Stars nur eine geringe Dosis injiziert, "kurz" das Zimmer seines Patienten verlassen und diesen bei seiner Rückkehr ohne Lebenszeichen aufgefunden. Die Verteidigung Conrad Murrays versuchte, im Prozess glaubhaft zu machen, dass sich Michael Jackson die tödlichen Medikamente selbst verabreicht haben sollte.

Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung, bei einem Schuldspruch drohen Conrad Murray vier Jahre Haft. Viele Punkte sprachen im Prozess für seine Schuld: Propofol ist nach den meisten Aussagen von Fachleuten ein Narkosemittel, kein Schlafmittel und nicht geeignet für den häuslichen Bereich. Die vorhandenen Geräte zur Patientenüberwachung sollen nicht ausreichend gewesen sein. Die Bemühungen zur Reanimation waren wohl nicht entsprechend fachmännisch, der Notruf wurde zu spät abgesetzt. Viele weitere Punkte kamen gegen den Arzt zur Sprache.

Bisher dauerte der Prozess rund sechs Wochen, 49 Zeugen sagten aus (davon 33 Zeugen der Anklage), meist waren die Eltern oder Geschwister Michael Jacksons mit im Gerichtssaal.

Das Urteil, das der vorsitzende Richter Michael Pastor in Los Angeles verkünden wird, soll am Freitag gefällt werden. 

Von Astera

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