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Michael Jackson: Prozessbeginn gegen Conrad Murray

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Orchidee MJVor über zwei Jahren starb Michael Jackson, erst jetzt begann der Prozess gegen seinen ehemaligen Arzt, den Kardiologen Conrad Murray.

Laut Obduktionsbericht starb Michael Jackson durch eine Überdosis des Narkosemittels Propofol bzw. durch das aus der Medikamentengabe resultierende Herzversagen.

Sein früherer Leibarzt Conrad Murray wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, dessen Anwälte und er selbst plädieren auf "nicht schuldig". Sie argumentieren, MJ habe sich einen tödlichen Cocktail aus Propofol und dem Beruhigungsmittel Lorazepam selbst verabreicht, geben aber zu, dass Conrad Murray den Sänger auf seinen ausdrücklichen Wunsch mit Propofol behandelt hatte. MJ habe unter extremen Schlafstörungen gelitten, die Mixtur aus den Medikamenten aber selbst eingenommen und diese hätten einen "perfekten Sturm in seinem Körper" ausgelöst, "der ihn sofort tötete".

Die Staatsanwaltschaft will beweisen, dass Conrad Murray seinen Patienten nicht – wie beim Einsatz von Propofol erforderlich – in der Todesnacht durchgehend beobachtet hatte und den Notarzt zu spät alarmierte. Im Eröffnungsplädoyer hieß es, es habe keine angemessene Behandlung Michael Jacksons gegeben, er habe seinem Arzt vertraut und dies mit dem Leben bezahlen müssen. Von Staatsanwalt Walgren wurde hier auch ein Foto des toten Stars im UCLA Medical Center gezeigt, eine Tonbandaufnahme abgespielt, auf der MJ kaum zu verstehen sein soll.

Zwölf Geschworene müssen entscheiden, die Verhandlung wird live im US-Fernsehen übertragen, die Dauer wurde von Richter Michael Pastor auf einen Monat angesetzt.

Gestern waren die Eltern Joe (82) und Katherine (81), sowie die Geschwister La Toya, Janet, Randy, Jermaine und Tito beim Beginn der Verhandlung anwesend.

Regisseur Kenny Ortega, der für die 2009 geplante Tournee verantwortlich war,  sagte als erster Zeuge aus. Er habe sich damals große Sorgen um Michael Jackson gemacht, dieser habe wenige Tage vor Tourbeginn "unsicher und schwach" gewirkt.

Während dessen fordern Fans vor dem Gerichtssaal auf Plakaten "Gerechtigkeit für Michael Jackson".

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