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Michael Jackson: Verteidigung Conrad Murrays ändert Argumentation

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Orchidee MJImmer mehr Aussagen im Prozess gegen Conrad Murray richten sich gegen die Behauptungen und das Vorgehen des Arztes, der beweisen will, dass Michael Jackson sich die tödliche Dosis Propofol selbst verabreicht hat.

Gerichtsmediziner Christopher Rogers, der die Autopsie des Sängers durchführte, bezweifelt am 10. Prozesstag, dass genau das möglich gewesen sein kann. Seiner Meinung nach hat Michael Jackson weder die Kraft noch die Zeit gehabt, sich das Narkosemittel in der kurzen Abwesenheit des Arztes selbst in die Kanüle an seinem Bein zu spritzen. Wesentlich wahrscheinlicher sei, dass Conrad Murray sich in seiner Dosierung verschätzt habe, zumal bei den Ermittlungen auch keine Messeinrichtung gefunden worden war.

Die Verteidiger von Conrad Murray hatten erklärt, dass der Arzt kurz das Schlafzimmer Michael Jacksons verlassen hatte (es wird von zwei Minuten berichtet) und bei seiner Rückkehr den Sänger leblos vorfand. So hätte sich Michael Jackson – der wohl schon unter Beruhigungsmitteln stand – innerhalb kürzester Zeit eine größere Menge des Narkosemittels selbst zuführen müssen und die tödliche Wirkung hätte in einem zeitlichen Minimum einsetzen müssen.

Es hätte bei der Autopsie keine offensichtlichen Hinweise auf die Todesursache gegeben, Michael Jackson sei bei besserer Gesundheit gewesen, als viel 50jährige.

Von der Anklage wurde während der Aussage des Gerichtsmediziners ein Foto gezeigt, das den nackten Leichnam Michael Jacksons zeigt – der Intimbereich war geschwärzt, Christopher Rogers zeigte Einstichstellen an Beinen und Armen des Sängers.

Jetzt die überraschende Wende: Die Verteidiger Conrad Murrays teilen mit, dass sie die Argumentation, dass MJ sich die tödliche Dosis selbst verabreicht habe, fallen lassen. Nach einer von der Verteidigung in Auftrag gegebenen Untersuchung sei die Wirkung einer Einnahme des Betäubungsmittels unbedeutend.

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