Do. Mai 26th, 2022
Wer kann sich auch nur annähernd eine Fläche von 377.000 Quadratkilometern vorstellen?: Anders ausgedrückt, es handelt sich um ein Gebiet von 1.600 km  Länge und 190 km Breite. Das ist die Fläche auf der Ostsee, die zur Zeit von blühenden Blaualgen bedeckt ist.
Von Finnland bis zur Pommerschen Bucht zieht sich ein Algenteppich hin, der größte seit 2005.
Der WWF warnt:
Nicht nur durch wenig Wind und hohe Temperaturen wird das Übermaß der Algen verursacht, sondern durch einen zu hohen Nährstoffgehalt in der Ostsee.
Überdüngung sei das größte Umweltproblem der Ostsee, sagt der Leiter des WWF-Ostseebüros Jürgen Lamp.
Durch die riesigen Algenteppiche sterben Pflanzen ab und am Meeresboden bilden sich „Todeszonen ohne Sauerstoff“, so der WWF. Sterben dann die Algen, wird viel Sauerstoff verbraucht, giftiger Schwefelwasserstoff gebildet, der wiederum Organismen am Meeresboden schädigt.
Deshalb fordert der WWF eine für die Umwelt bessere Regelung der Landwirtschaftseinträge, phosphathaltige Waschmittel von der Ostseenähe zu verbannen und ein Überdenken und Neuregeln der Abwasserentsorgung in der Schifffahrt.
RTL berichtete heute, dass die Badestellen an den Ostseestränden aber (noch) nicht von der Blaualgenplage betroffen sind.

Von Astera

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