Chile feiert – wie geht es aber für die 33 Kumpel weiter?

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So schnell war nicht mit der Rettung der 33 Kumpel aus der Mine San Jose gerechnet worden. Als Letzter verliess der Schichtleiter Luis Urzúa Iribarren heute um 2.55 Uhr MESZ mit der Rettungskapsel das Bergwerk.
 
 
An der Rettungsaktion waren viele Menschen aus aller Welt beteiligt gewesen. Und die ganze Welt nimmt Anteil am Schicksal der Männer.
 
Einzige Einzelschicksale wurden bekannt:
Einer der Männer wurde von seiner Geliebten empfangen, seine Ehefrau, mit der er
lange Jahre verheiratet ist, kam nicht.
Raul Bustos zum Beispiel hatte erst im Frühjahr den Tsunami in Chile überstanden, aber dadurch seine Arbeit als Wasserbauingenieur verloren. Er arbeitete erst seit kurzem im Bergbau.
Schon dreimal verschüttet war Omar Reygada Rojas. Der 56jährige arbeitet schon mehr als 30 Jahre unter Tage.
„Esperanza“ so heißt das Töchterchen von Ariel Ticona, das in der Zeit geboren wurde, als ihr Vater in über 600 m Tiefe auf seine Rettung wartete.
 
Im Moment sind alle Kumpel im Krankenhaus zum Durchchecken, nur drei von ihnen müssen stationär dort bleiben – zwei wegen Zahnbehandlung und einer hat eine Lungenentzündung. Für die anderen steht schon die Entlassung aus der Klinik bevor.
 
Wie geht es weiter? Nicht nur die Verarbeitung eventueller Traumata steht bevor, sondern auch das „normale“ Leben. Es ist die Rede davon, dass einer der Kumpel eine eigene TV-Show bekommen soll, andere wollen Bücher schreiben. Schon jetzt wurden wohl die Rechte an einem Film gesichert, der „33“ heißen und 2012 in die Kinos kommen soll.
Die Medien stehen Schlange nach einem Interview, Alltag – darauf werden die Kumpel noch warten müssen.

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