Fr. Jun 18th, 2021

 

Seitdem Eisbär Knut in seinem Gehege in Berlin völlig unerwartet gestorben war, gab es viele Thesen und Gerüchte über die Ursache seines plötzlichen Todes.

Vermutungen auf der Suche nach dem Grund, wie es könnte eine Vergiftung gewesen sein oder dass der Eisbär von den drei Eisbärendamen im Gehege gemobbt worden ist, waren zu hören und zu lesen. Von nicht artgerechter Haltung (Eisbär Knut mit drei Eisbärenweibchen im Gehege) ist auch die Rede und Tierschützer reagierten schon dementsprechend.
Epilepsie oder Herzversagen wurden in Erwägung gezogen.
Ebenso, dass Knut nie die Trennung von seinem „Ziehvater“ Thomas Dörflein – der im September 2008 plötzlich und unerwartet im Alter von nur 44 Jahren verstarb – verwunden hat.

In einem Video ist zu sehen, dass sich der Eisbär vor seinem Tod mehrmals im Kreis gedreht hatte, bevor er in das Wasserbecken stürzte.

Jetzt teilt der Zoo Berlin mit, dass die ersten Ergebnisse der Obduktion vorliegen:

Es wurden deutliche Veränderungen am Gehirn des Tieres festgestellt, was für seinen Tod verantwortlich sein könnte. Andere Organveränderungen wurden nicht festgestellt, die Ergebnisse weiterer Untersuchungen werden erst in einigen Tagen vorliegen.

Diskutiert wird auch, in welcher Form an den Liebling der Zoobesucher erinnert werden wird.
Denkbar ist eine Statue. Laut Berliner Kurier könnte sich Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz vorstellen, dass Knut ausgestopft im Naturkundemuseum zu sehen sein wird. Und Gunther von Hagens („Dr. Tod“) würde auf Wunsch des Zoos den Eisbären auch plastinieren, sagte er dem Berliner Kurier.


Von Astera

Ein Gedanke zu „Eisbär Knut: Erste Ergebnisse der Sektion liegen vor“
  1. Ich finde dies alles sehr bedeutsam. Wir trauern um ein Tier – ein Tier das vom Aussterben bedroht ist und doch so sehr unser Herz berührt. Was soll uns dies sagen? Schließlich durften wir alle dabei zusehen, miterleben, mitleiden. Müssen wir uns hinterfragen, ob es nicht menschlicher wäre wenn wir für jedes Tier, gleich seinem Schicksal, Mitleid und Respekt empfinden? Die Botschaft der Liebe zu jedem Lebewesen das Gott schuf? Thomas Dörflein hat uns gezeigt was bedingslose Liebe zu Geschöpfen der Natur bedeutet. Er hat sich monatelang Tag und Nacht um dieses verwaiste Eisbärbaby, wie eine Mama um ihr Neugeborenes, gekümmert. Ist es Zufall, daß Thomas Dörflein, der weltberühmte Ersatzvater von Knut nach der körperlichen "Trennung" starb? Ist es Zufall, daß der Eisbär Knut nach Dörfleins Tod nicht mehr lange weiterlebt? Eisbären leben normalerweise viel länger…..Es gibt wohl eine tiefe Verbindung zwischen den beiden – ist sie spriritueller Art? Ich finde diese Verkettung von "Zufällen" magisch…..So als gäbe es die durch reine Liebe getragene Gemeinschaft von Mensch und Tier erst im Tod….. Mfg, Marion

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