Giftschlamm in Ungarn: Wer trägt die Verantwortung?

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Im südwestlichen Ungarn waren am Montag aus dem Reservoir einer Aluminiumfirma in Ajka rund 1,1 Millionen Kubikmeter giftiger Bauxitschlamm (ein Abfallprodukt der Alumiumproduktion) geflossen und hatte umliegende Dörfer und Flächen mit einer Ausdehnung von rund 40 Quadratkilometer überflutet.

4 Menschen kamen uns Leben, 3 weitere werden noch vermisst, rund 120 Verletzte werden – mit wohl zum Teil noch lebensgefährlichen Verletzungen – in Krankenhäusern behandelt. Der Kontakt mit dem Giftschlamm führt zu Verbrennungen.

Da der Schlamm auch in einen Bach geflossen war, versuchten die Behörden eine Neutralisierung mit Tonnen Gips, der ins Wasser geschüttet wurde, zu erreichen. Heute haben Messungen an der Stelle, wo die Raab in die Donau fließt, ergeben, dass im Wasser eine leichte Erhöhung des Laugengehaltes zu verzeichnen ist.

Die Aufräumarbeiten nach dem Unglück können bis zu einem Jahr andauern, wird gemutmaßt. Welche Auswirkungen sich langfristig auf Flora und Fauna ergeben, ist im Moment noch nicht zu ermessen.
Ebenso unklar sind zur Zeit auch noch die Schuldigen und Verantwortlichen für diese Katastrophe.

Indes sind die Bewohner der betroffenen Dörfer und zahlreiche Hilfskräfte mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, Brunnen dürfen nicht genutzt werden und das Essen und Trinken von lokalen Produkten, sowie das Fischen und Jagen wurde untersagt.

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