Fr. Jul 1st, 2022
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In einem Waldstück in sechs Metern Tiefe hat sich der so genannte "Maulwurf von Köln" seit Dienstag versteckt.

Er soll mit Unterstützung anderer ein Tunnelsystem gegraben haben und hat sich angeblich in einer Höhle an einen Betonklotz gekettet, soll sich selbst nicht befreien können. Seinen Rückweg soll er selbst verschüttet haben, so hieß es anfangs. Später war zu lesen, dass zwei Retter Sichtkontakt zu dem Umweltaktivisten gehabt hätten, aber aus Sicherheitsgründen nicht zu ihm vordringen konnten.

Oben wartet seine Verlobte, hat über eine Art Sprechrohr Kontakt zu dem 25jährigen und sie meint zu Reportern, der Rettungseinsatz sei ihrer Ansicht nach unkoordiniert.
Und er, der „Maulwurf?“. Derzeit geht es ihm wohl gut und er ließ nach Medienberichten ausrichten, dass er sich wundern würde. Darüber, dass die Polizei mit ihrem Einsatz sein Leben riskieren würde und sich anscheinend niemand dafür interessiert, dass die Lebensgrundlagen von Millionen zerstört werden würden.

Der Rettungseinsatz umfasst Hunderte Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Sanitäter und Grubenretter, die seit Tagen damit beschäftigt sind, sich zu dem Mann vorzuarbeiten. Die über dem Tunneleingang liegende Hütte wurde teilweise abgerissen, Bäume gefällt und die Retter müssen sich ganz vorsichtig zu ihm vorgraben. Da befürchtet werden muss, dass die Wände der gegrabenen Tunnel einstürzen könnten, versucht man sich aus einiger Entfernung horizontal zu der Höhle vorzuarbeiten.

Seit sieben Monaten bereits wurde im „Waldbesetzer-Camp“ gegen die Abholzung von Bäumen im Hambacher Forst protestiert, dieses Camp wurde kürzlich geräumt. Die zur Fällung in Frage kommende Fläche soll rund 4.000 Hektar betragen, an dieser Stelle ist eine Erweiterung des Braunkohleabbaus geplant. Umweltorganisationen protestieren seit längerem gegen diese Planung, die nicht „nur“ das Abholzen von Bäumen beinhaltet, sondern auch den Lebensraum von vielen Tieren und Pflanzen zerstören würde.

Im Moment ist ein Saugbagger eingesetzt, wie lange die Bergung noch dauern wird, kann nicht abgesehen werden. In die Tunnel wird Sauerstoff eingeleitet, aber der junge Mann befindet sich wegen der Einsturzgefahr in akuter Lebensgefahr, sagte ein Sprecher.  

 

Von Astera

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