Mirco: Vergebliche Hoffnung auf eine heiße Spur

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In den letzten Tagen war im Fall des verschwundenen Mirco aus Grefrath mehrfach die Meldung aufgetaucht, dass sich ein Mann gemeldet hatte, dessen Hinweise nicht ernst genug genommen waren.

Er berichtete, dass er in einem parkenden Passat Kombi in der Nähe von Dortmund einen reglosen Jungen auf dem Rücksitz gesehen hatte. Daraufhin habe er sich sowohl an eine Polizeistreife, als auch später an die für den Fall geschaltete Hotline gewandt, ohne dass seinem Hinweis ausreichend Beachtung geschenkt worden sei.

Gestern waren Ermittler bei diesem Mann, der seine Angaben dahingehend korrigierte, dass er selbst damals seine Beobachtungen als nicht also so bedeutsam empfunden hatte und die Polizei nur angesprochen hatte, weil zufällig ein Streifenwagen in der Nähe war. Weiterhin hätte er sich später an eine 0800er Nummer gewandt, angeblich die Nummer der Soko Mirco.

Auf der für Ermittlungen geschalteten Hotline ist nie ein Anruf dieses Mannes aufgezeichnet worden und das Hinweistelefon beginnt auch nicht mit 0800.

Soko Leiter Ingo Thiel geht davon aus, dass die Beobachtungen des Mannes in keinem Zusammenhang mit dem Verschwinden von Mirco zu tun haben. 
Ingo Thiel bedauert aber die Auswirkungen der Berichterstattung. Mitarbeiter am Telefon werden als unfähig beschimpft, viele Menschen gehen davon aus, dass die Soko ausschließlich nach einem schwarzen Passat mit einem Hamburger Kennzeichen sucht. der Leiter der Soko Mirco betont, dass dies nicht der Fall ist:

„Wir suchen nach wie vor in erster Linie in der Region Grefrath nach einem Passat Kombi der Baureihe 2005-2010. Zur Farbe können wir konkret keine Aussage machen“     

 

Bei den damalige Lichtverhältnissen hatten Rekonstruktionen ergeben, dass fast alle Lackierungen dunkel wirken. Auch das Kennzeichen des Wagens sei nicht ausschlaggebend, sondern dass der Fahrer einen Bezug zur Region hat.

 

 

 

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