Thilo Sarrazin: Was wäre, wenn er eine eigene Partei hätte?

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Er ist ein Meister der provokanten Worte, seine Thesen und Aussprüche beschäftigen ganz Deutschland, vom kleinen Bürger bis hin zum Bundespräsidenten. Die Erstauflage seines Buches "Deutschland schafft sich ab" von 25.000 Exemplaren war in kürzester Zeit vergriffen.
 
Nach einer Umfrage von Emnid, die von der Bild in Auftrag gegeben wurde, würde sogar fast jeder fünfte Deutsche derzeit eine Partei wählen, deren Vorsitzender er ist. Thilo Sarrazin selbst hat dem Focus gegenüber gesagt, dass er nie ein Mann der ersten Reihe war und das auch nie sein wird. Er habe keine Partei im Sinn, sondern Ideen. Und: Er wolle auch nicht die SPD verlassen, weil er dazu gehöre.
 
Der Vorstand der Bundesbank hatte am Donnerstag Sarrazins Abberufung aus dem Vorstand der Bundesbank in die Wege geleitet. Darüber muss Bundespräsident Christian Wulf entscheiden, der seinerseits am Freitag die Bundesregierung um eine Stellungnahme gebeten hat. Das Parteiausschluß-Verfahren wird angestrebt.
 
Dem Tagesspiegel gegenüber sagte Thilo Sarrazin, dass er in der vergangenen Woche selbst über einen Rücktritt nachgedacht hätte. Aber der gewaltige Zuspruch in Emails und Zuschriften wären Zeichen genug für ihn gewesen, nicht an seine eigene Bequemlichkeit zu denken. Außerdem hätte er vor, das SPD-Parteibuch mit ins Grab zu nehmen.
 
Heute Abend um 21.45 Uhr ist Sarrazin Thema bei Anne Will auf ARD.
 

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