Ungarn: Nach Giftschlammkatastrophe soll die Aluminium-Produktion heute wieder anlaufen

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Vor 11 Tagen wälzte sich eine Giftschlamm-Lawine, verursacht durch ein geborstenes Rückhaltebecken der Aluminiumfabrik MAL AG im ungarischen Ajka durch mehrere Ortschaften und breitete sich 40 Quadratkilometer weit aus. Vor kurzem starb der neunte Mensch an den Folgen der Verletzungen durch den ätzenden Schlamm, viele andere wurde verletzt und befinden sich zum Teil noch jetzt in stationärer Behandlung.
Unklar war und ist die genaue Unglücksursache.
 
Als ein weiterer Dammbruch zu befürchten war, wurde der Ort Kolantar evakuiert und ein weiterer Damm gezogen. Das Aluminiumwerk blieb geschlossen, der Leiter kam in Untersuchungshaft, befindet sich inzwischen wieder auf freiem Fuß.
 
Nun wird wahrscheinlich heute am Nachmittag der Betrieb unter staatlicher Aufsicht wieder aufgenommen, schließlich hängen rund 1.500 Arbeitsplätze daran. Greenpeace warnt ausdrücklich vor der Wiederaufnahme der Produktion.
 
Die Reinigungsarbeiten in den Häusern und auf den Straßen laufen weiter, und die Bewohner sollen am Sonntag wieder in ihr Dorf zurückkehren dürfen, berichtet die sueddeutsche.de.
Wie die Zukunft der Menschen dort aussehen wird, ist ungewiss – unter anderem hat der Autohersteller Audi wohl einen Spendenbetrag von 500.000,– Euro zur Verfügung gestellt.

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