Ungarn: Tote und Verletzte durch Unfall in Aluminiumfabrik

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Am Montag zerbarst in einer Aluminiumfabrik in Ajka (Ungarn) ein Auffangbecken, das Giftschlamm enthielt.
Rund 1,1 Millionen Kubikmeter dieser rötlichen Brühe – ein giftiges Abfallprodukt aus der Produktion – breiten sich seitdem über die Umgebung aus, ca. 40 Quadratkilometer sind bis jetzt betroffen.

Mehrere Dörfer wurden von der Schlammflut überschwemmt. Menschen mussten aus ihren Häusern gerettet werden, Häuser, Brücken und Straßen sind in Mitleidenschaft gezogen.

Viel schlimmer noch ist, dass bis jetzt wohl mindestens 3 Menschen starben, sechs werden vermisst. 120 Verletzte befinden sich in zum Teil lebensbedrohlichen Zustand in Krankenhäusern. 

Auch in den in der Nähe befindlichen Bach Torna gelangte der Schlamm. Der Bach mündet in den Fluss Marcal, in den hunderte Tonnen Gips geschüttet wurden, um zu verhindern, dass der Giftschlamm zuerst in die Raab fließt und damit auch zur Donau gelangt. Allerdings soll sich die Toxizität des Schlamms mit jedem Kilometer, den er zurück legt, abschwächen.

Für die Gebiete Verwaltungsbezirke Veszprém, Györ-Moson-Sopron und Vas wurde der Notstand ausgerufen und es wird befürchtet, dass die betroffenen Böden unfruchtbar sein werden und Pflanzen und Tiere sterben. Umweltstaatssekretär Zoltan Illes sprach von einer Umweltkatastrophe.

 

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