86jähriger gewinnt 125.000 Euro bei WWM

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Mit 86 Jahren ist noch lange nicht Schluss – mit 86 Jahren geht man erst einmal zu Günther Jauch und stellt sich den Fragen bei „Wer wird Millionär“.

Das dachte sich wohl auch der 86jährige Karlheinz, der seit Bestehen der Show der älteste Kandidat ist. Der Senior war Diplom-Volkswirt und Autor, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er beantwortet nicht nur Fragen, sondern stellt auch welche. Wie alt Günther Jauch sich statistisch fühlt? Bzw. wie sein selbst gefühltes Alter ist? Er selbst fühlt sich eher wie Ende 60, höchstens Anfang 70, erklärt er.

Die 4.000 Euro Frage: „Was kommt gern auf Spitzkohl daher?“
Getünchte Ochsenbrust oder lackierter Schweinebraten oder tapezierte Gänsekeule oder frisch gestrichenes Eisbein?
Diese Frage findet er raffiniert und überlegt. Seine Frau würde Ochsenbrust zum Spitzkohl machen. Andererseits bedeutet „getüncht“ ja frisch gestrichen. Also vielleicht das Eisbein? Weil es frisch ist? Günther Jauch empfiehlt einen Joker, von dem sich der Senior nur ungern trennen will. Er greift schließlich doch zum Publikumsjoker, der auch nicht das wirklich überzeugende und eindeutige Ergebnis liefert. Die richtige Antwort ist lackierter Schweinebraten. Seine Frau wusste es auch nicht, im Publikum kann niemand das „lackiert“ erklären und Karlheinz hofft, dass er somit entschuldigt ist.

Die 16.000 Euro Frage: „Wer gehört zu Angela Merkels Regierungs-Mannschaft?“
Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge oder Paul Breitner. Tendenziell möchte er Müller nehmen. Oder Breitner? Oder noch einen Joker? Er entscheidet sich für den Telefonjoker, hinter dem sich ein Pastor verbirgt. „Sie wissen, es sind nur 30 Sekunden?!“ fragt Günther Jauch. „Natürlich weiß ich das!“ Beim Fragen erklärt Karlheinz abgekürzt, es muss einer sein, der Müller oder Breitner heißt. Eine Antwort kommt nicht. „Eine Riesenhilfe war er nicht!“ konstatiert Jauch. „Nein, aber er hat ich Mühe gegeben!“ Müller oder Breitner? Karlheinz möchte, dass Jauch seine Frau fragt, ob er zocken soll. Fragen ist nicht erlaubt, aber Jauch interpretiert das Verhalten der Gattin als Freigabe. Der neue Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung heißt – Gerd Müller.

Es gibt noch einen Zusatzjoker. Was würde Karlheinz derzeit mit dem Gewinn machen? Eine Fahrt über die Hurtigrouten und dann die Reparatur der Regenrinne bzw. der 50 Jahre alten Holzverkleidung.

32.000 Euro Frage: „Wer bracht 1972 den Rekord einer gewissen Tin Lizzie?“
Martina Nawratilowa, Brigitte Bardot, Aretha Franklin oder der VW Käfer?
Für ihn macht nur eine Sache Sinn: Der VW-Käfer. Zwingend logisch, oder?

64.000 Euro Frage: „Mit welchem Finanzprodukt haben etliche Kleinanleger schlechte Erfahrungen gemacht?“
Taxiaktien, Flugzeugzertifikate, Schiffsfonds oder Zugderivate?
Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort: „Schiffsfonds, da könnte ich ihnen eine halbe Stunde was drüber erzählen!“ Er erzählt, dass er auf diesem Sektor als Controller gearbeitet hat. Die Antwort ist richtig und Jauch überlegt, dass bei der Vitae des Kandidaten so gar nichts davon steht. Er war Unternehmensberater und kommt von der Küste, erklärt Karlheinz.

125.000 Euro Frage: „Architekt Gottfried Semper hat sich nicht nur mit der Dresdner Oper ein Denkmal gesetzt, sondern auch mit….“
Dem Wiener Burgtheater, dem Lübecker Holstentor, dem Berliner Reichstag oder dem Kölner Dom? Das war das Wiener Burgtheater kommt auch wieder eine schnelle Lösung und Karl Heinz erklärt, dass es jetzt interessant wird. Denn er habe jede Nacht davon geträumt, dass er bei der 500.000 Euro Frage landet. „Jede Nacht“ -„Meine Frau weiß nichts davon, die schläft getrennt!“ Seit rund 20 Jahren schläft das Paar getrennt, weil er aus den verschiedensten Gründen nachts aufstehen würde. So hat sich das alles „tadellos“ geregelt. Der Gewinn geht zu Teilen an die Kinder, ein Teil wird „anständig angelegt“, ein Teil landet auf dem Girokonto. Und aus früheren Jahren hätte er noch ein kleines Defizit. Das wird abgebaut. „Nun wissen Sie Bescheid!“ grinst Karlheinz

Die 500.000 Euro Frage: „Nach einer allgemeinen Definition – beginnt hinter der Kàrmàn-Linie…..“
der Sommer, die Tiefsee, der Weltraum oder die Zukunft?
Karlheinz bittet darum, den Zusatzjoker fragen zu dürfen, erklärt aber schon im Vorfeld, was alles für ihn keinen Sinn macht. Er weiß die Antwort nicht, ist sicher, dass jemand aus dem Publikum das weiß. Es bleibt ruhig auf den Plätzen. „Noch ist keiner da! Nun geben Sie sich doch mal Mühe bitte!“ fordert er auf. „Nochmal bitte nachdenken……Herr Jauch, wenn jemand aufsteht, dann wecken Sie mich bitte!“ Eine Dame will antworten und Günther Jauch warnt den Kandidaten, vorsichtig zu sein. Die junge Frau ist zwar so gar nicht sicher, will den Senior aber nicht hängen lassen, meint sie. Ihr Bauchgefühl sagt „Tiefsee“ und sie rät ihm, nichts zu riskieren. Er soll sich freuen, den Leuten einen so schönen Abend bereitet zu haben.
(500,– Euro würden ihm bleiben, wenn die Antwort falsch ist). Er tendiert zur Tiefsee, Günther Jauch argumentiert gegen das Weitermachen und seine Frau schüttelt den Kopf.
Die richtige Antwort wäre „Weltraum“ gewesen, Karlheinz lauscht der Erklärung, was die Kàrmàn Linie ist und meint: „Gruß an die Redaktion, das war vielleicht ein wenig zu speziell!“

So nimmt er 125.000 Euro mit nach Hause,  wüsste gern noch die Millionenfrage. Das machen wir eigentlich nicht, erklärt Günther Jauch, aber heute gibt es eine Ausnahme.
„Wessen autobiografische Berichte sind unter dem Titel „Il milione“ in die Literaturgeschichte eingegangen?“ wäre die Frage gewesen.
Giuseppe Verdi, Marco Polo, Leonarda da Vinci oder von Enzo Ferrari.
Weiß Karlheinz auch nicht (es wäre Marco Polo gewesen) und ist nach eigenen Aussagen nun zufrieden. Nur zu gern würde er wiederkommen, aber das geht leider nicht!
Die Ehefrau hat auf Nachfrage von Jauch keine Wünsche und ist zufrieden mit der Hurtigroute. Sie hätte gedacht, dass ihr Mann schon an der Eingangsfrage scheitert.

Karlheinz war nicht nur der älteste Kandidat der Rateshow, sondern sicher auch einer der sympatischsten und unterhaltsamsten! Wir freuen uns mit ihm!

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