Bauer sucht Frau

Bauer sucht Frau: Dieter zeigt seine Briefmarkensammlung

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Bauer sucht Frau
In Oberfranken serviert Hühnerwirt Jürgen seiner Anja grüne Eier zum Frühstück, deckt den Tisch, kocht Kaffee und stellt frische Rosen auf den Tisch. Er improvisiert ein wenig und so müssen die Schnapsgläser als Eierbecher herhalten. Aber einen Eierschalensollbruchsteller oder auch Eierschalensollbruchstellenverursacher, den vermisst Anja schon.
Bei ihm müssen einige Hundert Hähnchen versorgt werden und Jürgen zeigt ihr alles. „Die soll mal arbeiten“ denkt er. Und dann: sie hat ihre Aufgabe „ganz gut“ bewältigt sagt er. „Kann man lassen!“
Anja will seinen Haushalt ein wenig aufmöbeln, dazu gehört ein Eierköpfer, das Gerät, dass eine Bruchstelle am Ei verursacht. Auch Eierbecher gibt es.

Für Denny beginnt der Tag in aller Frühe. Der Küchenofen muss geheizt werden und als erstes sucht er bei Timo Arbeitskleidung. Dieser hat ganz viel mit dabei, bunte Sachen, Glitzer, Stylisches und ernennt eine hellbraune Hose spontan zur Arbeitshose. Zuerst gibt es eine Hofführung, wo Timo Katzen und Kaninchen bewundert. Die Kaninchen sind aber nicht zum Kuscheln gedacht, sondern fürs Essen. Denn die meisten Tiere auf dem Hof werden als Nutztiere gehalten. So auch die „Broiler“,  Tiere die Timo auch gern kuscheln würde. Dazu muss er ein Hähnchen fangen, was auch gelingt.
Die nächste Station ist die Arbeitsstätte von Denny: Das Schlachthaus. „Und – was sagste?“ will Denny wissen. Der Altenpfleger ist ein wenig geschockt, als er Säge und Axt erblickt, während Denny hofft, das wird sich noch geben. Es wird Klartext geredet: „Ich mag dich wirklich sehr, sehr gern, aber wie du stehst, das geht gar nicht. Das sieht total tuckig aus!“ Dazu stehen, dass man schwul ist, ist okay, meint Denny, aber er hat es gern ein wenig männlicher, kerniger. So coacht er seinen Gast, wie man männlich steht und geht. „Wir kriegen das hin“ sagt er. Und Denny? Seine Begeisterung hält sich in Grenzen.

Hobbybauer Hans-Georg deckt den Frühstückstisch im Freien, mit Butter, Brot und Marmelade möchte er Bettina beeindrucken…..denn an Tag 1 der Hofwoche war das Frühstück sehr mager ausgefallen. Bettina fragt nach, wie es mit einem Brötchen oder einem Ei ausschaut. Morgen, morgen will er auch dafür sorgen. Ihr ist das Brot zu hart und zu alt, so gibt es nur Kaffee für sie. Die Überraschung des Tages wird sein Oldtimer-Traktor, das Hobby des Bauern. 52 Jahre ist dieser alt und das war immer seine große Leidenschaft meint er „da haben mich die Mädchen noch nicht interessiert“, aber das hätte sich jetzt ein wenig gelegt. Ihm gefällt es, mit Bettina ein wenig mit dem Traktor spazieren zu fahren, das täte er gern öfter. Sie aber nicht, erklärt sie, bedankt sich aber artig. Pferde sind aber mehr ihr Ding, ebenso die Arbeit mit ihnen und das Reiten. So kommt es zu einer weiteren Premiere bei Hans-Georg: Zum ersten Mal in seinem Leben sitzt er auf einem Pferd. Bettina zuliebe, denn dies wird nicht sein Hobby werden.

Bei Bauer Kurt müssen die Kühe versorgt werden und als er in den Stall kommt, findet er schon Sonja bei der Arbeit vor. Auch im Pferdestall packt sie fleißig beim Misten mit an, sie liebt Pferde über alles. Am Abend zeigt sie Kurt Bilder ihres fünfjährigen Sohnes. Ihr ist ihr Kind sehr wichtig und sie will, dass Kurt das akzeptiert. Kurt beruhigt: Er weiß, dass es Sonja nur im Doppelpack gibt und er freut sich darauf, ihren Sohn kennenzulernen.

Stolz führt Dieter seine Renate zu den Kühen und will ihr zeigen, wie gemolken wird. Es klappt auf Anhieb, worüber sich die Rentnerin sehr freut. Dieter ist angetan wie gut es zwischen Renate und seinem Vieh „harmoniert“. Während er mittags seine Kühe füttert, bereitet Renate als Überraschung Essen zu. Es gibt Rouladen mit Kartoffeln und Rotkohl, dazu ein Gläschen Wein und Kerzenschein. So etwas hat Dieter noch nie erlebt, es ist das erste Mal im Leben des 61jährigen, dass eine Frau – abgesehen von seiner Mama – für ihn kocht.
Stolz zeigt Dieter am Abend seine Briefmarkensammlung und möchte Renate sein Hobby nahe bringen, noch nie hatte er die Möglichkeit, einer Frau seine Briefmarken zu zeigen, sagt er. Renate ist seit 2011 Witwe und denkt, Dieter ist genauso lieb wie ihr verstorbener Mann. Er tröstet „Dafür hast du ja jetzt mich!“

 

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