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Bauer sucht Frau vom 29.11.2010 
 
Hühnerwirt Gerhard hatte nach dem Abschied von Barbara einen Brief geschrieben, um Sigrun zu sich einzuladen. Der 67jährige erwartet sie mit Kaffee und wird zur Begrüßung gleich von ihr in den Arm genommen, was für ihn gewöhnungsbedürftig ist.
Sie findet es bei ihm „knuffig und toll“ und ist total aufgeregt.
Sigrun findet sein Heim schön und malt sich aus, wie man es dort so richtig kuschelig machen kann.
Sein Hof ist so etwas wie ein Paradies, meint sie, es würde ihr schon gefallen dort mitzuhelfen und zu arbeiten.
Was macht man abends in der Lausitz? Sigrun will Gerhard „Mau mau“ beibringen, was ihm eigentlich zu kompliziert zu sein scheint. Als er aber gewinnt, freuen sich beide.
Sigrun möchte gern kochen, in seinem Bratofen, der mit Kohle funktioniert, möchte sie gern ein Hähnchen braten und hört in diesem Zusammenhang das erste Mal das Wort „Broiler“. Gerhard kann sich schon vorstellen, mit ihr das Haus zu teilen und ihr Sympathie entgegen zu bringen. Dezent spricht sie ihn an, ob seine Zähne ihm Probleme bereiten, er meint aber, er kann alles essen, was sie beneidenswert findet.
 
Zum ersten Mal hat bei Gemüsewirt Martin eine Frau übernachtet und er bringt seiner Jenny Frühstück ans Bett, wo es auch gleich ein paar kleine Kuscheleinheiten gibt. Nach dem Frühstück geht es in den Kuhstall zum Melkunterricht. Jenny hat ein wenig Angst – nicht vor der Kuh, sondern davor, dass sie der Kuh weh tut: „Die haben ja auch Gefühle da unten am Euter“.
Jenny hat „Malen nach Zahlen“ mitgebracht, um Martin ihr Hobby nahe zu bringen, was er richtig toll findet.
 
Biobauer Johannes macht auch Frühstück – für Anja, die sich darüber sehr freut. Morgens wird schon diskutiert, über Chöre und Gospel und Musik im Allgemeinen. Anja klärt Bauer Johannes ein wenig über Techno auf.
Danach geht es auf den Kartoffelacker zum Pflügen, Anja darf das Pferd führen. „Die Anja kann man gebrauchen“, denkt er hinterher, es sei schön, wenn man so jemand an seiner Seite hat.
Abends geht es dann zu einem Auftritt von Johannes, er ist seit 21 Jahren im Männergesangsverein „Harmonie“ aktiv.
 
Aus Friesland kommt Milchbauer Volker, der sich spontan in Verena verguckt hatte, besonders in ihre Augen. So ist wohl noch nie eine Frau vom Bahnhof abgeholt worden: Auf einer riesigen Baggerschaufel steht eine Art Gewächshaus, darin eine Couch und eine Palme. Nachdem beide auf der Couch Platz genommen und sich angeschnallt haben, geht es auf Volkers Hof. Dort wird Verena sofort von den Eltern und Volkers Bruder begrüßt.
 
Endlich kann Ackerbauer Willy seine Rosi wieder vom Bus abholen und beide fallen sich in die Arme und sie strahlen um die Wette. Rosi macht zuerst einen Kontrollgang über den Hof und ist begeistert, wie fleißig Willy war und wie ordentlich alles ist. In ihrer Abwesenheit ist ein Kälbchen auf die Welt gekommen und sie darf ihm einen Namen geben. Von jetzt an heißt das Kälbchen Lisa. Weil Rosi sich an die Augen von Mona Lisa erinnert fühlt.
Willy verwöhnt seine Rosi: Ans Bett gibt es noch warmen Kakao und Kekse in Buchstabenform. Er setzt sich in seinem lila Schlafanzug zu ihr aufs Bett und aus den Keksen legen sie ihre Vornamen. Genüßlich verspeist sie dann den „Willy“ und er die „Rosi“, bevor sie (getrennt) schlafen gehen.
 

Von Astera

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