„Schlag den Star“: Wenn 100.000,– Euro am Wackeldraht hängen……

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Im Sommer heißt es "Schlag den Star" statt "Schlag den Raab", denn der Raab hat Sommerpause, ein wenig jedenfalls, Jedoch nur so viel Pause, dass er nicht als Hauptakteur die ganze Sendezeit bestreitet, sondern "nur" als Joker für den Kandidaten zur Verfügung steht. Ein Prominenter gibt sein Bestes, damit das Geld nicht zum Kandidaten, sondern in den Jackpot wandert.

Am vergangenen Wochenende trat Skispringer Sven Hannawald gegen den werdenden Vater Tobias aus Essen an. 100.000,– Euro hätte der sympathische Kandidadat gewinnen können und so manch einer im Publikum fieberte mit. Dort saß auch seine hochschwangere Frau, die bestimmt durch zahlreiche Höhen und Tiefen mit ihrem Mann ging. 

Was für Spiele gab es denn?

Spiel 1 "Riesenkicker": Eine Kickerspiel in Monsterversion, es gibt nämlich einen Kickertisch, der eigentlich für 22 Spieler ausgerichtet ist und an dem nun die beiden Spieler allein kämpfen müssen. Wer drei zuerst Tore erreicht, entscheidet das Spiel für sich. Sieger ist Sven Hannawald, der mit 3:2 gewinnt und so den ersten Punkt in der Gesamtwertung erspielt.

Spiel 2 "Marienkäfer": Über die Monitore der Spieler krabbeln Marienkäfer. Die Kandidaten müssen die Punkte auf ihrem Rücken addieren und wer die richtige Antwort nennt, bekommt einen Punkt. Ist die Antwort falsch, erhält der Gegner den Punkt. Dieses Spiel gewinnt Tobias, das gibt 2 Punkte in der Gesamtwertung und somit steht es 2:1 für ihn.

Spiel 3 "Tennis": Klassisches Tennis nach normalen Regeln, aber auf dem Kleinfeld mit Tie-Breaks. Sven Hannawald gewinnt, es steht 4:2 für Sven Hannawald.

Spiel 4 "Quiz": Sven hätte gern einen Joker (geht natürlich nicht) und Stefan Raab macht den Joker für Tobias. Denn im Quiz sei er meistens gut, verspricht er und grinst "Für einen Hannawald wird es reichen!" Er hatte recht, kann mal wieder sein sagenhaftes Wissen unter Beweis stellen und gewinnt. Jetzt führt Tobias mit 6:4.

Spiel 5 "Kegeln": Gespielt wird nach dem Modus "Hohe Hausnummer mit vier Stellen". Auf einer Tafel sind vier Felder für jeden Kandidaten, nach dem Wurf entscheidet der Spieler, wohin er seine Wurfzahl setzen möchte. Wer die höhere Hausnummer hat, also wessen vierstellige Zahl insgesamt höher ist, der gewinnt dieses Spiel und das ist Tobias. Der Stand: 11: 4 für Tobias.

Spiel 6 "Fußball": Auf einem Minifeld wird direkt gegeneinander gespielt. Wer die meisten Tore erzielt, gewinnt und das ist ganz eindeutig Sven, somit liegt Tobias nur noch minimal mit 11:10 vorn.

Spiel 7 "Elektroroller": Auf dem Elektroroller sind fünf Runden auf einem Parcour durch und hinter dem Studio zu bewältigen. Der Spieler mit der besten Rundenzeit erhält den Gesamtsieg. Wie schon mehrfach an diesem Abend ist es ein enges Ergebnis, das aber Sven Hannawald mit knapp 3/10tel Sekunden Vorsprung in der Bestzeit für sich entscheiden kann. Er geht mit 17:11 in Führung.

Spiel 8 "Hochwerfen": Auf eine Zielscheibe müssen kleine Sandsäckchen geworfen werden und wer die meisten Punkte hat, der gewinnt. Klingt einfach. Aber: Die Zielscheibe geht in eine ordentliche Höhe von mehreren Metern und die einzelnen Punkteringe sind Abstufungen, so dass das Ganze wie eine riesige Torte aussieht. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen siegt Tobias. Es steht 19:17 für ihn und die 100.000,– Euro Siegprämie scheinen in greifbarer Nähe zu sein.

Spiel 9 Wackeldraht: Auf einem Tisch liegen zwei Drähte, die an einem Ende Handgriffe haben, am anderen einen kleinen Becher. Nun soll eine Kugel von dem Behältnis des einen Drahtes in das andere befördert werden und der Draht mit der Kugel darin wieder auf dem Tisch abgelegt werden. Der Draht darf nicht berührt werden, der Tisch darf nicht als Hilfe benutzt werden, das Umfüllen muss in der Luft erfolgen und der Draht darf nur an den Griffen angefasst werden, die Aufgabe muss innerhalb von 45 Sekunden bewältigt werden. 

Zuerst gelingt das beiden nicht (sie versuchen die Kugel in der Luft von A nach B zu kippen), bis Sven Hannawald die Lösung hat: Es stülpt den einen Becher in der Luft über den anderen, dreht das Ganze vorsichtig um und platziert den Draht auf dem Tisch. Zuvor gabe es eine kleine Ermahnung des Moderators Steven Gätjen. Der Draht darf nicht berührt werden, nur der Griff. Alles andere sei Schummeln – gerichtet waren diese Worte zwar an beide, aber zielten auf Hannawald ab. Tobias ist an der Reihe. Wieder ist zu hören "Finger weg vom Draht!" so ganz allgemein,,,,, Auch er schafft es, die Kugel vom einen zu dem anderen Draht zu positionieren. Und noch einmal: Ein Versuch, bei dem der Draht berührt wird, führt dazu, dass das Spiel verloren ist. Sven schafft es ein weiteres Mal,
Tobias beginnt "Du bist mit dem Finger am Draht" bricht der Moderator ab und erklärt den Versuch als ungültig. Konzentrationsschwäche, nicht drüber nachgedacht, erklärt Tobias. Buh-Rufe aus dem Publikum. Der Moderator revidiert seine Entscheidung "aus reiner Sympathie" und gibt Tobias noch eine Chance. Aber: Noch einmal, dann gibt es keine Chance mehr. Und an die Frau von Tobias gerichtet: "Ramona, das Kind heißt Steven, okay?" Geht nicht wirklich, denn es wird ein Mädchen….
"Zu mir wärst du nicht so nett gewesen!" lästert Stefan Raab. "Und womit?" fragt Steven nach und antwortet selbst "Mit Recht!"

Sven und Tobias legen weitere fehlerfreie Versuche innerhalb der vorgegebenen 45 Sekunden hin. So wird die Zeit auf 30 Sekunden verkürzt. Sie schaffen das beide zweimal und jetzt folgt eine weitere Verkürzung der Zeit auf 25 Sekunden, was auch gelingt. Nun heißt es "Wir ändern den Modus ein wenig!" Wer es in der kürzeren Zeit schafft, der gewinnt. Raab hatte noch einige Fragen gehabt und möchte sicherstellen, dass man lieber vorher die Regeln klarstellt, um später Diskussionen zu vermeiden.
Sven Hannawald schafft es, die Aufgabe innerhalb von 15 Sekunden zu bewältigen, der Versuch von Tobias ist ungültig. Er hatte den Draht mit Abstützen auf dem Tisch gedreht und das war eine Regelmissachtung……..

"Alles gut" will Steven Gätjen trösten, aber es würde um viel Geld gehen und da würden Regeln aufgestellt, die natürlich eingehalten werden müssen, erklärt er. Trotzdem – so richtig freuen kann sich kaum jemand mit dem Sieger Sven Hannawald, denn sein Gegner Tobias hatte ein tolles Rennen geliefert und war unglaublich sympathisch.

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