Big Brother 10: Meine Meinung

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Gleich vorab: Es handelt sich bei diesem Artikel um keine Berichterstattung, sondern um meine eigene, höchstpersönliche Meinung!
 
Big Brother 10, besonders Klaus polarisiert ungemein. Ich schaue mir Big Brother ja auch an, immer unter dem Gedanken, dass wir – die Zuschauer – nicht  24 Stunden am Tag dabei sind, nur Ausschnitte des „WG-Lebens" zu sehen bekommen. Nur dieses „Spiel“ ufert aus.
 
Was dort zu sehen ist, ist mittlerweile für mich nur noch erschreckend. Abgesehen von spektakulären Aktionen, wie „Klaus wischt sich mit dem Kopfkissen von Lilly (symbolisch?!) über den Allerwertesten“ und Beschimpfungen, Hasstiraden und mehr – es scheint für nahezu niemanden dort mehr möglich zu sein, nur ein Fünkchen Spaß zu haben. Geht es denn nicht auch anders?
 
Zugegeben, ich möchte nicht monatelang mit Menschen, die ich nicht kenne und im schlimmsten Fall auch nicht mag, eingesperrt sein. Aber – nicht vergessen – sie tun es freiwillig, können gehen, wenn sie wollen und spielen dieses Spiel, um eine stattliche Summe zu gewinnen.
 
Nur auf maximal 11 andere Personen fixiert, ohne andere soziale Kontakte, ohne Außenreize, ohne wirkliche Rückzugsmöglichkeit, da ist es schon denkbar, dass die Nerven blank liegen. Aber werden sich nicht der eine oder andere der Bewohner erschrecken, wenn sie sich später selbst sehen und hören? Es gibt schließlich auch noch das Leben danach….
 
Und mindestens genauso wichtig: Ist es das, war wir wirklich sehen wollen? Spiegelt die BB-Situation das „echte Leben“ wieder?
 
Manchmal denke ich sehnsüchtig an die erste Staffel zurück, würde gern mal wieder über Zlatkos Sprüche lachen und mich entspannen.
Das was da abgeht, hat mit Entspannung für niemanden mehr etwas zu tun. Sprüche unter der Gürtellinie, Beleidigungen, Hysterie und Beschimpfungen sind an der Tagesordnung. Respekt und Toleranz scheinen aus dem Wortschatz und dem Miteinander gestrichen zu sein. Ich habe jetzt schon oft den Vergleich mit einem Kindergarten gehört. Dem möchte ich vehement widersprechen. Kleine Kinder sind ehrlich, sie streiten und vertragen sich oft auch wieder, aber wenn sie sich vertragen, dann aufrichtig.
 
Ich werde weiter zuschauen, immer in der Hoffnung, dass irgendwann einmal die Reißleine – von wem auch immer – gezogen wird und sich Erwachsene darauf besinnen, wie man miteinander umzugehen hat.
 
Eure Uschi

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